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Abnehmen (1):
Und es geht doch!

Auf dem Prüfstand: Methoden, die beim Abspecken helfen. Keine radikalen Diäten, sondern nützliche Ideen, die sich im Alltag leicht umsetzen lassen

Frau spielt Fussball

Leichter werden durch einen geänderten Lebensstil – Bewegung gehört dazu

Kicken Sie ihn in die Luft, den fünfundzwanzigsten Diätratgeber oder Abnehmtipp von der Sorte "hilft garantiert!". Garantien gibt's beim Thema Diät keine. Höchstens die, dass Diäten dick machen. Jedenfalls solche nach dem Muster "Speck weg mit Ananas" oder "morgens Joghurt, abends Gurke". Das muss schiefgehen, denn der Körper wehrt sich gegen Magerkost und Mini-Portionen. In Hungerphasen baut er Muskeln ab und schaltet den Stoffwechsel auf Sparflamme. Wer nach der Diät wie vorher isst, legt wieder zu. Für eine begrenzte Zeit – also für ein paar Wochen – kann eine Diät durchaus sinnvoll sein: als Einstieg in all das, was man unter Lebensstilveränderung versteht.

 

Richtig essen statt falsch diäten

Entscheidend ist aber die Zeit nach einer Diät. Das Gewicht zu halten ist die große Herausforderung. Nach dem Einstieg muss das kommen, was nüchtern und wissenschaftlich "Ernährungsumstellung" heißt. Was nach wenig Genuss und viel Entbehrung klingt. Ernährungsumstellung bedeutet aber nicht automatisch: Adieu für immer, goldgelbe Pommes, süße Törtchen, frische Ofenpizza. Wer anders isst, muss zwar auch auf manches Schmankerl verzichten. Aber tun Sie es doch da, wo es weniger wehtut.

 


Ernährungsumstellung heißt, dass Sie sich Ihre Essgewohnheiten kritisch anschauen. Kommen Sie an Süßem nie vorbei, könnten aber durchaus mal auf die Butter unter der Wurst verzichten? Dann genießen Sie das Eis und sparen an der Butter! Finden Sie neue, gesündere Gewohnheiten. Das Wichtigste ist, dass Ihnen die neue Art zu essen sympathisch ist und Sie zufrieden macht. Nur so werden Sie widerstandsfähig gegen die Verführungen, die überall lauern: gefüllte Keksschubladen, Würstchenbuden, neue raffinierte Eissorten.

In den nächsten Teilen der Serie stellen wir Ihnen ein paar Methoden vor, die grundverschieden sind und doch eines gemeinsam haben: Sie helfen alle beim Abnehmen. Durchforsten Sie doch einmal Ihre Gewohnheiten – bestimmt werden Sie auf Kalorienfallen aufmerksam, die Ihnen bislang noch nicht bewusst waren. Sie müssen nicht gleich komplett auf "low carb" oder "low fat" umsatteln oder jedes Nahrungsmittel mit dem Taschenrechner auf seine Energiedichte analysieren. Hier oder dort eine kleine, kaloriensparende Änderung – dann dürfen Sie den Gürtel schon bald enger schnallen!



Birgit Ruf, Diabetiker Ratgeber / GesundheitPro; 02.10.2008, aktualisiert am 26.06.2010
Corbis GmbH/A.Green

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