Wann ist eine Adipositas-OP sinnvoll?

Die chirurgischen Eingriffe können einen Diabetes zum Teil deutlich bessern, kommen aber nicht für jeden Patienten infrage. Ein Adipositas-Chirurg klärt auf

von Dr. Sabine Haaß, aktualisiert am 21.03.2016

Maß genommen: Nur bei starkem Übergewicht macht eine Adipositas-OP Sinn

W&B/Ronald Frommann

Herr Professor Weiner:  Für wen kommt eine ­sogenannte Adipositas-Operation infrage?

Derzeit kommt ein ­solcher Eingriff nur für Fettleibige mit einem BMI ab 35 infrage. Menschen mit Typ-2-Dia­betes können im Rahmen von Studien auch schon ab einem BMI von 30 operiert werden.

Wie funktioniert die Operation?

Es gibt verschiedene Methoden. Beim "Schlauch­magen" wird der Magen etwa auf Bananengröße verkleinert, was zu einem schnellen Sättigungsgefühl führt. Beim "Magen-Bypass" schaltet man Teile des Darms aus dem Verdauungsprozess aus, sodass weniger Kalorien aufgenommen werden.


Professor Rudolf Weiner, Adipositas-Chirurg und Chefarzt am Sana Klinikum Offenbach

W&B/Bert Bostelmann

Wirkt sich das auch auf den Diabetes aus?

Ein Typ-2-Diabetes verschwindet oft schon, ­bevor das Gewicht sinkt. Das hängt mit Veränderungen in Verdauung und Stoffwechsel zusammen.

Wie sieht das Leben nach dem Eingriff aus?

Man muss sich an die kleinen Portionen gewöhnen und Vitamine einnehmen, um einem Mangel vorzubeugen. Bei manchen kommt der Diabetes zurück. Deshalb ist eine gute Nachsorge mit regelmäßigen ärztlichen Kontrollen besonders wichtig.



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