Diabetesbedingte Netzhautschäden sind eine der häufigsten Ursachen für Erblindung in der westlichen Welt
Nach wie vor zählt die diabetische Retinopathie zu den häufigsten Ursachen schwerer Sehstörungen bis hin zur Erblindung. Weil die Krankheit erst im fortgeschrittenen Stadium Beschwerden macht und es keine Therapie gibt, die bereits eingetretene Schäden rückgängig macht, ist die Früherkennung besonders wichtig. Eine Lasertherapie kann verhindern, dass der Netzhautschaden weiter fortschreitet.
Finnische Forscher berichten jetzt, dass die Zahl der Typ-1-Diabetiker mit schwerer Retinopathie, die eine Laserbehandlung erforderlich macht, in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich abgenommen hat. Sie werteten dazu die Daten von knapp 4.000 Patienten aus, bei denen zwischen 1939 und 2005 ein Diabetes mellitus vom Typ 1 diagnostiziert worden war. So erkrankten von den nach 1985 diagnostizierten Diabetikern innerhalb von 20 Jahren nur sechs Prozent an einer schweren Retinopathie, während es bei den frühesten Jahrgängen bis zu 33 Prozent waren. Eine mögliche Erklärung dafür dürften die in den vergangenen Jahrzehnten immer besser gewordenen therapeutischen Möglichkeiten bei Diabetes mellitus sein.
AB/www.diabetes-ratgeber.net;
04.10.2011
Bildnachweis: iStock/coloroftime
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