Rund 40 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes haben zum Zeitpunkt der Diabetes-Diagnose bereits Bluthochdruck (Hypertonie). Im späteren Krankheitsverlauf entwickelt der Großteil der Typ-2-Diabetiker Bluthochdruck. Bei Typ-1-Diabetes, der oft schon im Kindesalter beginnt, ist Bluthochdruck seltener, tritt aber mit zunehmenden Krankheitsverlauf häufiger auf.
Die Kombination von Diabetes und Bluthochdruck ist deshalb so problematisch, weil sowohl die erhöhten Blutzuckerwerte als auch der erhöhte Blutdruck die Gefäße schädigen. Dadurch steigt das Risiko für eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose) und Durchblutungsstörungen an den Organen deutlich an. Typische Folgekrankheiten sind beispielsweise Herzinfarkt und Schlaganfall, aber auch Durchblutungsstörungen der Nieren und Augen oder schlecht heilende Fußgeschwüre.
Die Blutdruckwerte sollten nach aktuellen Empfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft und der American Diabetes Association bei Patienten mit Diabetes in einen Bereich unter 140 mmHg beim oberen (systolischen) Wert und bei 80 mmHg beim unteren (diastolischen) Wert liegen. Bei Nierenschäden können niedrigere Werte angeraten sein. Zu niedriger Blutdruck kann aber auch schädlich sein – insbesondere bei Diabetikern mit Herzproblemen. Denn bei Werten unter 120 zu 75 mmHg kann es Studien zufolge zu Durchblutungsstörungen am Herzmuskel kommen. Die idealen Blutdruckwerte hängen deshalb stark vom Einzelfall ab. Diabetiker klären am besten mit ihrem Arzt ab, welche Einstellung für sie empfehlenswert ist.
Mehr dazu, zur Therapie des Bluthochdrucks, zu den Möglichkeiten der Selbstkontrolle und vielen anderen interessanten Themen lesen Sie in den weiteren Beiträgen auf dieser Seite.
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05.08.2005, aktualisiert am 23.04.2013
Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto
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