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Bluthochdruck: Die schleichende Gefahr

Bis zu 80 Prozent der Menschen mit Diabetes haben erhöhten Blutdruck. Hier lesen Sie, warum die Therapie so wichtig ist, welche Medikamente helfen – und worauf es bei der Selbstkontrolle ankommt

Blutdruckmessgerät

Rund 70 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes haben zum Zeitpunkt der Diabetes-Diagnose bereits erhöhte Blutdruckwerte. Nach elf Jahren Diabetes steigt diese Zahl auf etwa 80 Prozent. Aber auch bei Typ-1-Diabetes, der oft schon im Kindesalter beginnt, ist die "arterielle Hypertonie" ein häufiger Begleiter: Nach 20 Jahren leiden über 40 Prozent der Betroffenen an Bluthochdruck.

 

Die Kombination von Diabetes und Bluthochdruck ist deshalb so problematisch, weil sowohl die erhöhten Blutzuckerwerte als auch der erhöhte Blutdruck die Gefäße schädigen. Dadurch steigt das Risiko für eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose) und Durchblutungsstörungen an den Organen deutlich an. Typische Folgekrankheiten sind beispielsweise Herzinfarkt und Schlaganfall, aber auch Durchblutungsstörungen der Nieren und Augen oder schlecht heilende Fußgeschwüre.

 

Die Blutdruckwerte sollten nach aktuellen Empfehlungen der Europäischen Hochdruckgesellschaft, der Deutschen Diabetes-Gesellschaft und von diabetesDE bei Patienten mit Diabetes in einen Bereich zwischen 130 und 140 mmHg (oberer Wert) und 80 bis 85 mmHg (unterer Wert) gesenkt werden. Als optimal gilt ein Bludruckwert um 130 zu 80 mmHg. Neu ist die Empfehlung, dem Blutdruck auch nach unten Grenzen zu setzen – und zwar insbesondere bei Diabetikern mit Herzproblemen. Denn bei Werten unter 120 zu 75 mmHg kann es Studien zufolge zu Durchblutungsstörungen am Herzmuskel kommen.

 

Mehr dazu, zur Therapie des Bluthochdrucks, zu den Möglichkeiten der Selbstkontrolle und vielen anderen interessanten Themen lesen Sie in den weiteren Beiträgen auf dieser Seite.



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www.diabetes-ratgeber.net; 05.08.2005, aktualisiert am 21.07.2010
Thinkstock/iStockphoto

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