Für die meisten Diabetiker zählt es zur täglichen Routine, die Blutzuckerwerte zu bestimmen. Doch richtiges Messen will gelernt sein, selbst Erfahrene machen oft Fehler
Moderne Messgeräte und Stechhilfen machen die Blutzuckerkontrolle sehr einfach. Trotzdem passieren dabei oft Fehler – viele davon unbewusst. Zum Beispiel kann es das Messergebnis verfälschen, wenn die Teststreifen beschädigt sind, weil sie nicht in der Originalpackung aufbewahrt, sondern lose in der Hemdtasche transportiert wurden. Oder man hat vergessen, sich vor dem Blutzuckermessen die Hände zu waschen.
Wenn Sie unsicher sind, ob Sie beim Blutzuckermessen alles richtig machen, lassen Sie es sich von Ihrem Apotheker, Arzt oder Diabetesberater nochmal erklären. Unsere Abbildungen unten zeigen Ihnen, worauf es ankommt.
Lanzette in die Stechhilfe
Nehmen Sie die Kappe von Ihrer Stechhilfe und setzen Sie eine neue Lanzette ein. Aus hygienischen Gründen, und weil die Nadel mit jedem Gebrauch etwas stumpfer wird, sollten Sie jedes Mal eine neue Lanzette verwenden.
Teststreifen ins Messgerät
Nehmen Sie den Teststreifen aus der Packung und verschließen Sie diese sofort wieder. Führen Sie den Teststreifen in das Gerät ein. Wenn ihr Messgerät nicht automatisch codiert, prüfen Sie, ob der Code in der Anzeige mit dem auf der Streifenpackung übereinstimmt.
In den Finger stechen
Setzen Sie die Stechhilfe seitlich (tut weniger weh!) an eine Fingerkuppe und betätigen Sie den Auslöser. Reicht die Blutmenge nicht, stellen Sie eine größere Stichtiefe ein.
Blut auf den Teststreifen
Halten Sie den Blutstropfen vorsichtig an den ins Gerät eingelegten Streifen, sodass das Blut ins Testfeld eingesogen wird. Einige Geräte messen erst, wenn die Blutmenge ausreicht. Die meisten modernen Messgeräte brauchen nur eine winzige Blutmenge: zwischen 0,5 und 2 Mikroliter.
Ergebnis aufschreiben
Dokumentieren Sie jeden Wert in Ihrem Blutzuckertagebuch – und nehmen Sie es mit, wenn Sie zu Ihrem Hausarzt oder Diabetologen gehen. Bei einigen Geräten lassen sich die gespeicherten Geräte einfach in den Computer übertragen.
www.diabetes-ratgeber.net;
25.08.2009, aktualisiert am 19.07.2010
W&B/Simon Katzer, W&B/Martin Ley
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