Trauen Sie den Ergebnissen Ihres Blutzuckermessgerätes nicht mehr über den Weg? Oder tut der Piks zur Blutgewinnung so weh, dass es Ihnen vor jeder Messung graut? Das könnte an Fehlern bei der Handhabung von Gerät, Teststreifen oder Stechhilfe liegen.
Davor sind auch "alte Hasen" nicht gefeit. So wählen beispielsweise manche Diabetiker für die Blutgewinnung die Mitte der Fingerkuppe statt die weniger schmerzempfindliche Seite. Andere bewahren die Streifen nicht immer im Originalbehälter auf. Die Folge: Luftfeuchtigkeit zerstört die Chemikalien auf den Streifen. Wo der Fehlerteufel noch lauern kann – hier lesen Sie es.
Auf Hygiene achten
Wasser, Creme oder Spuren von Zucker an den Fingern, etwa von Obst, führen zu falschen Werten. Vor dem Messen Hände waschen und abtrocknen ist deshalb Pflicht. Desinfizieren ist aber unnötig, zudem verfälschen schon Spuren von Alkohol oder Desinfektionsmittel das Messergebnis.
Richtig codieren
Prüfen Sie bei Anbruch jeder neuen Packung Teststreifen, ob der darauf angegebene Code mit dem in der Geräteanzeige übereinstimmt. Ist die Codenummer falsch, stimmt auch das Messergebnis nicht. Codiert wird per Tastendruck oder durch Einlegen eines neuen Codechips. Viele Blutzuckermessgeräte codieren automatisch.
Verpackung verschließen
Bewahren Sie Teststreifen in der Originalverpackung auf schließen Sie diese sofort nach Entnahme eines Streifens. In die Verpackung ist ein Trockenmittel integriert, das die Streifen vor Feuchtigkeit schützt. Messen Sie nicht im feuchten Bad. Auch Hitze, direktes Sonnenlicht und Minusgrade schaden Gerät und Streifen. Messen Sie im angegebenen Temperaturbereich. Beachten Sie Lagertemperatur sowie Haltbarkeitsdatum der Streifen und die Zeit, nach der die angebrochene Packung verfällt.
Schmerzarm piksen
Aus hygienischen Gründen und weil die Lanzette mit jedem Gebrauch stumpfer wird, sollten Sie zur Blutgewinnung immer eine frische Lanzette verwenden. Sparen Sie Daumen und Zeigefinger aus und wechseln Sie bei jeder Messung die Einstichstelle.
Sanft drücken
Bei warmen Fingern ist es meist kein Problem, ausreichend Blut zu gewinnen. Falls nötig, drücken Sie den Finger leicht, bis Blut austritt. Nicht quetschen, sonst wird der Tropfen durch Gewebsflüssigkeit verdünnt, was einen falsch niedrigen Wert ergibt. Reicht die Blutmenge nicht, stellen Sie an der Stechhilfe eine höhere Stichtiefe ein.
Messen an Arm oder Bein
Mit einigen Geräten können Sie nicht nur am Finger, sondern mit speziellen Stechhilfen auch an Ober- und Unterarm, Oberschenkel und Wade messen. Aber Vorsicht: Wenn sich der Blutzucker rasch ändert, beispielsweise beim Sport, zeigt sich das an den Fingern sofort, an Armen und Beinen dagegen verzögert. Denn diese Körperstellen sind schwächer durchblutet als die Finger. In folgenden Situationen sollten Sie nur am Finger messen: bis zu drei Stunden nach einer Mahlzeit oder Insulingabe, bei körperlicher Betätigung, vor dem Autofahren und wenn Sie eine Unterzuckerung vermuten.
www.diabetes-ratgeber.net;
25.08.2009, aktualisiert am 02.03.2012
Bildnachweis: W&B/Christine Schneider, W&B/Bernhard Limberger, Panthermedia/Erwin Wodicka
Apotheken Umschau mit den Themen Krankheiten von A-Z>, Symptome, Medikamentencheck, Laborwerte, Heilpflanzen, Hausapotheke, Abnehmen, Gesundheitsvideos, Apothekensuche, Gehirn-Jogging und Sport
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung