Während der Schwangerschaft arbeiten Diabetologe und Frauenarzt eng zusammen. Sofern bei der Mutter diabetische Folgeerkrankungen bestehen, werden weitere Spezialisten (Augenarzt, Nephrologe = Nierenspezialist) eingebunden.
Später kommt ein Kinderarzt dazu, der die Entwicklung des Kindes beobachten und bei der Geburt dabei sein wird. Er wird das Neugeborene sofort untersuchen und betreuen, um mögliche Komplikationen während der ersten Lebenstage wie Atemprobleme und schwere Unterzuckerungen vermeiden oder schnell behandeln zu können. Die Entbindung von schwangeren Diabetikerinnen sollte immer in einer Klinik erfolgen, die zur Versorgung von Frühgeborenen und Neugeborenen mit besonderen Problemen zugelassen ist (Perinatalzentrum).
Wird die Schwangerschaft geplant, sorgfältig überwacht und der Diabetes optimal behandelt, sind die Chancen gut, ein normal entwickeltes Kind auf natürlichem Weg entbinden zu können. Die ersten und wichtigsten Ansprechpartner sind Frauenärztin / Frauenarzt sowie Diabetologin / Diabetologe. Diese Ärzte werden alle notwendigen Untersuchungen vornehmen, die für den Verlauf der Schwangerschaft wichtig sind. Gemeinsam mit ihnen sollte auch die aktuelle Medikation überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
Kinder diabeteskranker Mütter haben ein erhöhtes Risiko, in ihrem weiteren Leben ebenfalls Diabetes mellitus zu bekommen. Bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes normalisiert sich der Blutzucker nach der Entbindung meist wieder. Doch es besteht eine erhebliche Gefahr, dass sie bei einer weiteren Schwangerschaft oder zu einem späteren Zeitpunkt erneut erkranken.