Jedes Jahr müssen rund 8000 Diabetes-Patienten wegen Nierenversagen mit einer Dialyse-Behandlung (Blutwäsche) beginnen
Forscher der Universität von Cincinnati werteten die Daten von über 7.000 Patienten mit einer chronischen Nierenkrankheit aus, die alle mindestens ein Medikament gegen erhöhten Blutdruck erhielten. Ungefähr ein Drittel von ihnen, das berichtet das Deutsche Ärzteblatt, hielt sich häufig nicht an die vom Arzt verordnete Therapie.
67 Prozent der Patienten nahmen ihre Tabletten richtig ein. 33 Prozent gaben an, das nicht zu tun. Diese hatten deutlich häufiger schlechte Blutdruckwerte und liefen damit Gefahr, dass ihre Nierensituation sich schnell verschlechterte.
Nierenschaden bei Diabetes besonders häufig
Bluthochdruck ist der vermutlich wichtigste Risikofaktor für die Entwicklung eines chronischen Nierenversagens. Besonders häufig betroffen sind Menschen, die Diabetes mellitus haben. Nicht nur, weil auch erhöhte Blutzuckerwerte die Nieren schädigen, sondern auch, weil die Zuckerkrankheit und Bluthochdruck sehr oft gemeinsam auftreten. Das gilt sowohl für Typ-1-Diabetes als auch für Typ-2-Diabetes. Schätzungen zufolge haben nach 15 bis 20 Jahren Diabetesdauer bis zu 40 Prozent aller Diabetes-Patienten eine mehr oder weniger ausgeprägte Nierenschädigung.
Um das Fortschreiten eines Nierenschadens zu verhindern, ist es wichtig, erhöhte Blutdruck- und Blutzuckerwerte optimal einzustellen. Blutdrucksenkende Medikamente aus der Gruppe der ACE-Hemmer oder Sartane werden wegen ihrer nierenschützenden Wirkung auch dann verordnet, wenn die Blutdruckwerte nicht erhöht sind. Zudem ist es wichtig, nicht zu rauchen, da im Rauch enthaltene Giftstoffe die Nieren ebenfalls schädigen.
AB/www.diabetes-ratgeber.net;
18.11.2010, aktualisiert am 22.12.2011
Bildnachweis: W&B/Aleksander Perkovic
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