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Diabetes und Schwangerschaft:
Nach der Geburt

Das Neugeborene muss in der ersten Woche nach der Geburt besonders intensiv ärztlich betreut werden

Baby

Vor allem in den ersten Tagen braucht der neue Erdenbürger viel Aufmerksamkeit

Für Neugeborene diabetischer Mütter ist die erste Woche nach der Geburt besonders kritisch. Fehlbildungen, Geburtskomplikationen (vor allem bei Frühgeburten), Atemstörungen bereiten am häufigsten Probleme. Diese Komplikationen wie auch schwere Unterzuckerungen des Neugeborenen während der ersten Lebenstage kommen aber wesentlich seltener vor, wenn eine diabetologisch und frauenärztlich intensiv betreute Mutter bei weitgehend normalen Blutzuckerwerten schwanger wird und bis zur Entbindung den Stoffwechsel unter Kontrolle hat. Damit sind möglichst normale Blutzuckerwerte der Mutter der beste Schutz für die Entwicklung des Kindes.

 

Der Insulinbedarf der Mutter wird in den Tagen nach der Geburt weiter zurückgehen. Auch Mütter mit Diabetes sollten ihr Kind stillen, was eine weitere Senkung des Insulinbedarf bedeutet, der schließlich etwa 20 Prozent niedriger liegt als vor der Schwangerschaft. Engmaschige Blutzuckerkontrollen und eine intensive diabetologische Betreuung sind erforderlich, bis sich die Stoffwechsellage stabilisiert hat.


Diabetesrisiko im späteren Leben

 

Etwa fünf Prozent der Kinder von Typ-1-Diabetikerinnen entwickeln selbst bis zum 20. Lebensjahr einen Diabetes. Ist der Vater des Kindes ebenfalls Typ-1-Diabetiker, so erkranken etwa elf Prozent der Kinder. Zum Vergleich: In der gesunden Bevölkerung beträgt das Risiko, bis zum 25. Lebensjahr an Diabetes mellitus zu erkranken, etwa 0,3 Prozent.

 

Beim Typ-2-Diabetes ist die Erblichkeit wesentlich stärker ausgeprägt. Allerdings wird nicht der Diabetes, sondern die Insulinresistenz vererbt, die bei einer Lebensweise mit falscher Ernährung und Bewegungsmangel schließlich zum Diabetes führt. Das Risiko für Nachkommen eines Elternteils mit Typ-2-Diabetes beträgt etwa 40 Prozent, sind beide Eltern betroffen, steigt es auf 80 Prozent.



Aus der Experten-Sprechstunde

www.diabetes-ratgeber.net; 13.09.2005, aktualisiert am 10.07.2010
Jupiter Images GmbH/Comstock Images

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