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Diabetes mellitus Typ 1:
Therapie (4) – Transplantation

Den Körper mit neuen funktionstüchtigen Inselzellen versorgen – das gelingt noch nicht uneingeschränkt

Operation

Operativer Eingriff: Die Verpflanzung der Bauchspeicheldrüse kann in manchen Fällen eine Therapieoption sein

Die derzeit einzige Alternative zur Insulintherapie ist die Transplantation. Dabei wird unterschieden zwischen der Transplantation isolierter Inselzellen und der Verpflanzung des kompletten Organs, letzteres in der Regel nur zusammen mit einer Niere bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz. Zum einen ist jedoch die Zahl der Spender begrenzt, zum anderen müssen die Empfänger lebenslang Medikamente einnehmen, die eine Abstoßung des Transplantats verhindern, aber mit starken Nebenwirkungen einhergehen. Außerdem ist die Verpflanzung der Bauchspeicheldrüse mit einer hohen Komplikationsrate verbunden. Ein erfolgreich transplantiertes Organ kann dann allerdings den Körper so gut mit Insulin versorgen, dass der Blutzuckerverlauf auch ohne gespritztes Insulin wieder normal funktioniert.

 

Die Transplantation von Inselzellen, die zuvor aus kompletten Spenderorganen isoliert wurden, ist weit davon entfernt, ein Routineverfahren zu werden. Trotz erheblicher Fortschritte während der letzten Jahre und zunehmend längerer Transplantatfunktion sind die Erfolge noch begrenzt. Nach den bisherigen Erfahrungen werden etliche Patienten zwar zunächst tatsächlich unabhängig von zusätzlichem Insulin. Aber schon nach wenigen Jahren müssen viele von ihnen doch wieder mit dem Spritzen beginnen. Ein vielversprechender Weg ist die Mikroverkapselung der Inselzellen, um sie dadurch vor dem Angriff des Immunsystems zu schützen. Zu Hoffnung berechtigt die Gentechnik, die aber noch nicht über das Experimentierstadium herausgekommen ist: Mit unterschiedlichen Verfahren wird versucht, aus embryonalen oder pankreatischen Stammzellen Inselzellen in großen Mengen für die Transplantation zu züchten.   



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www.diabetes-ratgeber.net; 04.11.2008, aktualisiert am 27.06.2010
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