Asthma-Patientin inhaliert ein Bronchien-erweiterndes Medikament. Rund sieben Prozent der Erwachsenen haben Asthma, Kinder noch häufiger
Rund sieben Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben Asthma bronchiale. Die Zahl der Betroffenen liegt damit fast auf gleicher Höhe wie die der Diabetes-Patienten. Jetzt bestätigten US-Forscher, was schon seit längerem vermutet wird: Asthma erhöht auch das Risiko für die Zuckerkrankheit.
Einer Studie zufolge, die auf der Jahrestagung amerikanischer Asthma-Experten präsentiert wurde, haben Asthmatiker ein rund doppelt so hohes Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken, wie Nicht-Asthmatiker. Daneben ist auch ihr Risiko erhöht, Rheuma und chronisch entzündliche Darmerkrankungen zu bekommen.
Die Verursacher: Entzündungs-Botenstoffe?
An einer koronaren Herzerkrankung, also an Verkalkungen der Herzkranzgefäße, die das Herzinfarktrisiko erhöhen, litten Asthma-Patienten etwa 50 Prozent häufiger als Menschen ohne Asthma.
Welche Mechanismen hinter diesen Zusammenhängen stecken, ist nicht geklärt. Die Forscher vermuten aber, dass Botenstoffe schuld sind, die bei Asthma vermehrt ausgeschüttet werden und die zum Beispiel entzündliche Prozesse der Gefäßinnenhaut fördern. Dies könnte wiederum einer Arterienverkalkung den Weg bereiten.
Die Forscher schränken aber auch ein, dass ihre Ergebnisse möglicherweise dadurch beeinflusst sein könnten, dass unter den Asthmatikerin in ihrer Studie mehr übergewichtige Patienten waren, die auch deshalb anfälliger für Diabetes sind.
AB/www.diabetes-ratgeber.net;
26.04.2011, aktualisiert am 05.05.2011
Bildnachweis: Thinkstock/Stockbyte
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