Schlafen, arbeiten - fernsehen: So teilt sich für einen Großteil der Menschen der Ablauf eines Tages ein. Der Durchschnittsamerikaner etwa verbringt rund fünf Stunden täglich vor der Glotze, bewegt dabei höchstens die Finger auf der Fernbedienung und die Kaumuskeln. Eine Angewohnheit, die nicht nur dick, sondern auch krank macht.
Forscher der Süddänischen Universität und der amerikanischen Harvard-Universität kommen nach Auswertung mehrerer großer Studien, in denen unter anderem die tägliche Fernseh-Zeit abgefragt worden war, zu einem bedenklichen Ergebnis. Demnach erkranken Menschen, die jeden Tag zwei Stunden fernsehen, 20 Prozent häufiger an Typ-2-Diabetes und 15 Prozent häufiger an einem Herzinfarkt. Insgesamt haben sie ein um 13 Prozent erhöhtes Sterberisiko.
Unheilvolle Allianz: Glotze, Chips, Bewegungsmangel
Besonders überascht zeigen sich die Forscher von dieser Erkenntnis nicht. Schließlich gelten Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung, wie sie vor dem Fernseher besonders oft gepflegt wird, als wichtigste Risikofaktoren sowohl für Diabetes mellitus vom Typ 2 als auch für Herzprobleme.
Die Ergebnisse der Studie wurden in der Juni-Ausgabe des amerikanischen Ärzteblattes JAMA (Journal of the American Medical Association) veröffentlicht.
AB/www.diabetes-ratgeber.net;
04.07.2011, aktualisiert am 04.07.2011
Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Comstock Images
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