Selten, aber risikoreich: Typ-2-Diabetes bei Kindern

Was bei jungen Menschen mit Typ-2-Diabetes anders ist als bei Älteren, erklärt Kinderdiabetologe Thomas Danne
von Daniela Pichleritsch, aktualisiert am 22.06.2017

Professor Thomas Danne ist Diabetologe und Chefarzt am Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover

W&B/Stefan Thomas Kröger

Wie alt ist Ihr jüngster Patient mit "Alterszucker"?

Etwa zwölf Jahre alt. Typ-2-Diabetes entwickelt sich eigentlich frühestens in der Pubertät. Das hat mit den Hormonen zu tun. Dass schon Kleinkinder Diabetes Typ 2 bekommen, ist sehr selten.


Haben Kinder mit Diabetes Typ 2 andere Probleme als Erwachsene?

Wir wissen, dass junge Menschen besonders gefährdet sind, sehr früh diabetische Folgeschäden zu entwickeln. Sie haben häufiger Nierenschäden, und sie leiden oft und früh an Bluthochdruck. In Deutschland sind derzeit etwa 300 junge Menschen von Typ-2-Diabetes betroffen. Das klingt nach nicht viel. Doch das sind zehn Mal mehr als noch vor 20 Jahren.

Was tun, wenn ein Kind zu hohe Zuckerwerte hat?

Oft reicht schon eine geringe Gewichtsabnahme, um den Zuckerspiegel zu normalisieren. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn meist stimmt das Essverhalten grundsätzlich nicht, viele Familien kochen etwa nicht mehr selbst. Für Kinder und ihre Angehörigen bieten spezialisierte Kliniken deshalb Behandlungsprogramme an. Adressen von Therapieeinrichtungen finden Eltern unter www.a-g-a.de.



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