Rund eine Million Menschen mit Typ-2-Diabetes spritzen regelmäßig Insulin. Eine Insulinbehandlung sollte erwogen werden, wenn die Blutzuckerwerte trotz gesunder Lebensweise und Einnahme von Diabetestabletten nicht ausreichend gesenkt werden können (das heißt in der Regel: Wenn der Blutzuckerlangzeitwert HbA1c nicht unter 7 bis 7,5 Prozent gesenkt werden kann).
Es gibt verschiedene Formen der Insulintherapie, die bei Typ-2-Diabetes infrage kommen. Welche Therapie für Sie die beste ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen. Für die Entscheidung spielen viele Faktoren eine Rolle: So kann es genügen, abends ein langwirkendes Insulin zu spritzen, wenn nur die morgendlichen Nüchternwerte zu hoch sind. Wer vor allem nach dem Essen Blutzuckerspitzen hat, die er mit Tabletten nicht "auffangen" kann, könnte von einer "supplementären" Insulintherapie profitieren, bei der er zu den Mahlzeiten ein schnell wirkendes Insulin spritzt.
Die einzelnen Therapieformen und für wenn sie geeignet sind, zeigt Ihnen folgende Übersicht:
Prinzip: Ergänzend zur Einnahme blutzuckersenkender Tabletten wird einmal täglich ein langwirkendes Insulin gespritzt.
Geeignet: vor allem für Typ-2-Diabetiker, bei denen die morgendlichen Nüchternwerte zu hoch sind.
Prinzip: Morgens und abends wird eine fixe Dosis Mischinsulin (schnell- und langwirkendes Insulin) gespritzt.
Geeignet: vor allem für Typ-2-Diabetiker mit festen Ernährungsgewohnheiten und regelmäßigem Tagesablauf, die eine möglichst einfache Therapie wünschen.
Prinzip: Zu den Hauptmahlzeiten wird ein kurz wirkendes Insulin gespritzt.
Geeignet: für Typ-2-Diabetiker, die vor allem nach dem Essen zu hohe Werte haben. Die SIT kann mit Tabletten kombiniert werden.
Prinzip: Zu jeder Mahlzeit wird ein kurz wirkendes Insulin gespritzt. Den Grundbedarf deckt ein lang wirkendes Insulin, das ein- oder zweimal täglich gespritzt wird.
Geeignet: Für Typ-2-Diabetiker, die flexibel sein möchten und die Insulindosis selbststöndig anpassen möchten.
www.diabetes-ratgeber.net;
09.11.2009, aktualisiert am 08.09.2011
Bildnachweis: W&B/Ulrike Möhle, W&B/Simon Katzer
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