Viele Typ-2-Diabetiker spritzen regelmäßig Insulin. Diabetiker sollten eine Insulinbehandlung erwägen, wenn die Blutzuckerwerte trotz gesunder Lebensweise und Medikamenten nicht ausreichend sinken. In der Regel wird es Zeit für Insulin, wenn der Blutzuckerlangzeitwert HbA1c – längere Zeit – nicht im individuell vereinbarten Zielwertbereich liegt.
Es gibt verschiedene Formen der Insulintherapie, die bei Typ-2-Diabetes infrage kommen. Welche Therapie für Sie die beste ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen. Für die Entscheidung spielen viele Faktoren eine Rolle: Sind nur die morgendlichen Nüchternwerte zu hoch, kann es genügen, abends ein langwirkendes Insulin zu spritzen. Wer vor allem nach dem Essen Blutzuckerspitzen hat, die er mit Tabletten nicht auffangen kann, profitiert möglicherweise von einer Insulintherapie, bei der er zu den Mahlzeiten ein schnell wirkendes Insulin spritzt.
Prinzip: Ergänzend zu Blutzucker senkenden Tabletten spritzen Betroffene einmal täglich morgens oder abends ein langwirkendes Insulin.
Geeignet: Vor allem für Typ-2-Diabetiker, bei denen die morgendlichen Nüchternwerte zu hoch sind.
Prinzip: Der Patient spritzt morgens und abends eine fixe Dosis Mischinsulin (schnell- und langwirkendes Insulin).
Geeignet: Vor allem für Typ-2-Diabetiker mit festen Ernährungsgewohnheiten und regelmäßigem Tagesablauf, die eine möglichst einfache Therapie wünschen.
Prinzip: Zu den Hauptmahlzeiten wird ein kurz wirkendes Insulin gespritzt.
Geeignet: Für Typ-2-Diabetiker, die vor allem nach dem Essen zu hohe Werte haben. Die SIT kann mit Tabletten kombiniert werden.
Prinzip: Betroffene spritzen zu jeder Mahlzeit ein kurz wirkendes Insulin. Den Grundbedarf deckt ein lang wirkendes Insulin, das man ein- oder zweimal täglich spritzt.
Geeignet: Für Typ-2-Diabetiker, die flexibel sein möchten und die Insulindosis selbstständig anpassen können und wollen.
www.diabetes-ratgeber.net;
09.11.2009, aktualisiert am 14.01.2013
Bildnachweis: W&B/Simon Katzer, W&B/Ulrike Möhle
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