Diabetesrisiko im späteren Leben
Etwa fünf Prozent der Kinder von Typ-1-Diabetikerinnen entwickeln selbst bis zum 20. Lebensjahr einen Diabetes. Ist der Vater des Kindes ebenfalls Typ-1-Diabetiker, so erkranken etwa elf Prozent der Kinder. Zum Vergleich: In der gesunden Bevölkerung beträgt das Risiko, bis zum 25. Lebensjahr an Diabetes mellitus zu erkranken, etwa 0,3 Prozent.
Beim Typ-2-Diabetes ist die Erblichkeit wesentlich stärker ausgeprägt. Allerdings wird nicht der Diabetes, sondern die Insulinresistenz vererbt, die bei einer Lebensweise mit falscher Ernährung und Bewegungsmangel schließlich zum Diabetes führt. Das Risiko für Nachkommen eines Elternteils mit Typ-2-Diabetes beträgt etwa 40 Prozent, sind beide Eltern betroffen, steigt es auf 80 Prozent.