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Abnehmen beugt Vitamin-D-Mangel vor

Dicke Menschen haben oft weniger Vitamin D im Blut als Normalgewichtige. Experten vermuten darin einen Grund für Herzprobleme und andere Krankheiten


Sonne fördert die Vitamin-D-Produktion in der Haut – Abnehmen hilft ebenfalls, den Vitaminspiegel zu verbessern

Fettleibige Menschen haben im allgemeinen niedrigere Vitamin-D-Spiegel im Blut als Normalgewichtige. Das könnte einer der Gründe sein, warum zum Beispiel Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme, aber auch Krebserkrankungen bei Fettleibigkeit häufiger sind. Denn ein Vitamin-D-Mangel – das behaupten zumindest zahlreiche Experten – könnte an  der Entstehung dieser und anderer Krankheiten beteiligt sein.

In einer Studie, deren Ergebnisse in der Online-Ausgabe des American Journal of Nutrition veröffentlicht wurden, haben Forscher untersucht, ob der Abbau von Übergewicht einen konkreten Einfluss auf die Vitamin-D-Konzentration im Blut hat. 439 übergewichtige oder fettleibige Frauen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren wurden auf vier Gruppen verteilt. Ein Jahr lang sollten sie versuchen, entweder mit Diät, mehr körperlicher Bewegung oder einer Kombination aus Diät und Bewegung abzunehmen. Die vierte Gruppe diente als Vergleichsgruppe – die Teilnehmerinnen ließen alles beim Alten.


Mindestens 15 Prozent abnehmen

Tatsächlich besserten sich die Vitamin-D-Spiegel durch das Abspecken. Teilnehmerinnen, die fünf bis zehn Prozent ihres Gewichts abbauten, hatten nach einem Jahr geringfügig mehr Vitamin D im Blut. Der Vitamin-D-Spiegel stieg bei ihnen um rund 2,7 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml). Bei Frauen, die mindestens 15 Prozent Gewicht verloren hatten, war der Effekt aber deutlich größer: Bei ihnen kletterten die Vitamin-D-Spiegel um nahezu das Dreifache, um rund 7,7 ng/ml – und zwar unabhängig davon, ob sie Vitamin-D-Präparate eingenommen hatten oder nicht.

Die Forscher zeigten sich überrascht darüber, dass der Effekt auf den Vitamin-D-Spiegel sich erst bei einer deutlichen Reduktion des Körpergewichts einstellte. "Allgemein wird geraten, bei starkem Übergewicht mindestens fünf bis zehn Prozent abzunehmen, um einen messbaren Einfluss auf erhöhte Blutdruck- oder Blutzuckerwerte zu erzielen", so Studienleiterin Dr. Anne Mc Tiernan. "Um den Vitamin-D-Spiegel zu heben, ist offenbar eine noch stärkere Gewichtsabnahme um mindestens 15 Prozent erforderlich".

70 Prozent der übergewichtigen Studienteilnehmerinnen hatten zu Beginn erniedrigte Vitamin-D-Spiegel von im Durchschnitt 22,5 ng/ml. Als optimal gelten Vitamin-D-Spiegel zwischen 20 und 50 ng/ml – höhere Konzentrationen sollten vermieden werden, da dies unter anderem das Risiko für Nierensteine erhöhen kann.



AB/www.diabetes-ratgeber.net; 21.06.2011, aktualisiert am 22.06.2011
Bildnachweis: LiquidLibrary/ DynamicGraphics

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