Auch mit physikalischen Verfahren, wie neuerdings der Hochtontherapie, rücken Spezialisten den Nervenschmerzen zu Leibe
Experten der Amerikanischen Gesellschaft für Neurologie (American Academy of Neurology) haben eine neue Richtlinie zur Behandlung diabetischer Nervenschmerzen herausgegeben. Die Richtlinie wurde vorab auf der Internetseite des Fachmagazins Neurology veröffentlicht. Die Experten schätzen, dass allein in den USA mindestens 16 Prozent der rund 25 Millionen Diabetiker unter Nervenschmerzen leiden.
Viele davon werden nicht oder nicht ausreichend behandelt, obwohl es mittlerweile eine Palette gut wirksamer Medikamente gibt.
Epilepsiemittel und Antidepressiva lindern Schmerzen
So könne beispielsweise der ursprünglich zur Behandlung epileptischer Anfälle entwickelte (rezeptpflichtige) Wirkstoff Pregabalin Nervenschmerzen erwiesenermaßen lindern und zu einer Besserung der Lebensqualität beitragen. Ob sich das Medikament im Einzelfall eigne, müsse individuell geklärt werden. Vermutlich, so die Experten, sind auch Epilepsie-Medikamente mit dem Wirkstoff Gabapentin und Valproinsäure (ebenfalls beide rezeptpflichtig) zur Therapie diabetesbedingter Nervenschmerzen geeignet, außerdem verschiedene Antidepressiva. Diese beeinflussen nämlich neben ihrem stimmungsaufhellenden Effekt auch die Schmerzwahrnehmung im Gehirn.
Auch physikalische Therapieverfahren wie die Transkutane Elektrische Nervenstimulation können Studien zufolge bei einer diabetischen Neuropathie Linderung verschaffen.
AB/www.diabetes-ratgeber.net;
30.05.2011, aktualisiert am 30.05.2011
Bildnachweis: W&B/ Markus Kirchgessner
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