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Hilft der Test auf Antikörper bei der Diagnose von Diabetes?

Hilft der Test auf Autoantikörper bei der Diagnose des Diabetes Typ 1 oder anderer Formen des Diabetes? Aus der "Experten-Sprechstunde Diabetes"

Der Nachweis spezieller Autoantikörper gegen Insulin und Bestandteile der insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse (Inselzellen) kann sinnvoll sein, wenn unklar ist, ob ein Diabetes vom Typ 1 oder vom  Typ 2 vorliegt. So ist etwa bei übergewichtigen Jugendlichen, bei denen Diabetes festgestellt wurde, nicht leicht zu erkennen, ob die schnelle Normalisierung des Blutzuckers und der anhaltende Rückgang des Insulinbedarfs in den ersten Wochen nach Beginn der Insulintherapie auf einer vorübergehenden Erholung der Inselzellen (Remission) beruhen, wie sie bei Typ-1-Diabetes typisch ist, oder ob Gewichtsabnahme und sportliche Betätigung die Blutzuckerwerte verbessert haben. Letzteres würde auf einen Typ 2 hinweisen. Der Diabetes Typ 2 nimmt bei Jugendlichen und sogar bei Kindern zu. Damit steigt das Risiko einer Verwechslung mit dem Typ 1. Um eine falsche Behandlung zu vermeiden, sollten beim geringsten Zweifel am Diabetestyp die Autoantikörper überprüft werden.

Wird bei einem Erwachsenen ein Diabetes mit nur leichten oder sogar fehlenden Symptomen festgestellt, nimmt man meist einen Typ 2 an und der Betroffene wird entsprechend behandelt. Häufig handelt es sich in diesen Fällen jedoch um einen LADA-Typ (Latent Autoimmun Diabetes in Adults). Der Nachweis von Autoantikörpern hilft bei der Unterscheidung.

Dr. med. Dipl. Psych. Bernd Regling, Diabetologe (DDG)



Dr. Bernd Regling; 18.02.2009, aktualisiert am 16.06.2011

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