Kaffee enthält Pflanzenstoffe, denen eine antioxidative und damit vor Krebs schützende Wirkung zugeschrieben wird
Kaffeetrinker erkranken seltener an Diabetes vom Typ 2 – soviel ist seit längerem bekannt. Der Grund dafür sind vermutlich sekundäre Pflanzenstoffe wie die Chlorogensäure. Forscher vermuten, dass diese die Insulinwirkung verbessern. Neben den günstigen Effekten auf den Blutzuckerspiegel scheint Kaffee auch das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen zu vermindern.
Dies bestätigen jetzt Forscher des Karolinska Instituts in Stockholm (Schweden). Sie hatten rund 6.000 Frauen nach den Wechseljahren, von denen die Hälfte an Brustkrebs erkrankt war, zu ihrem Kaffeekonsum befragt. Auch andere Risikofaktoren für Brustkrebs wie Hormonersatztherapie, Übergewicht und Brustkrebsfälle bei nahen Verwandten, wurden abgefragt.
Fünf Tassen senken Brustkrebsrisiko um 20 Prozent
Frauen, die mehr als fünf Tassen (á 150 Milliliter) Kaffee täglich tranken, erkrankten zu 20 Prozent seltener an Brustkrebs als Frauen, die nur eine Tasse oder weniger tranken.
Die Forscher überprüften das Ergebnis mit Unterstützung des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg an einer Gruppe deutscher Patientinnen. Auch hier bestätigte sich der Zusammenhang, wenn auch nicht so eindrucksvoll wie bei den Schwedinnen. Dies könne, so Studienleiter Jingmei Li, möglicherweise damit zusammenhängen, dass in Schweden der Kaffee-Aufguss bevorzugt wird, während die Deutschen Filterkaffee den Vorrang geben. Möglicherweise werden schützende Substanzen zum Teil in den Filtern zurückgehalten.
AB/www.diabetes-ratgeber.net;
27.05.2011, aktualisiert am 30.05.2011
Bildnachweis: Panthermedia/Klaus-Peter Adler
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