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Laktatazidose

Laktatazidose (auch Laktazidose) ist die Übersäuerung (Azidose) des Blutes durch Laktat (Milchsäure). Der Laktatspiegel steigt dabei auf über 45 mg/dl bzw. 5 mmol/l.

Hierzu kann es kommen, wenn im Verlauf lebensbedrohlicher Zustände (z.B. Schock, Lungenembolie, große Operationen, diabetische Stoffwechselentgleisung) das Gewebe unzureichend durchblutet wird. Wegen des Sauerstoffmangels kann das Zuckermolekül Glukose dann nicht mehr vollständig abgebaut werden und es entsteht das saure Laktat.

Aber auch Medikamente kommen als Ursache für Laktatazidosen in Frage, beispielsweise die in der Diabetesbehandlung eingesetzten Biguanide (Metformin). Die Gefahr einer Laktatazidose unter Metforminbehandlung besteht aber nur bei Überdosierung (mehr als dreimal 850 Milligramm pro Tag) oder wenn Einnahmeverbote nicht beachtet werden.

Beispielsweise darf Metformin nicht bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen, Herz- oder Lungeninsuffizienz, bei Alkoholismus, schweren Infektionen oder Diäten mit weniger als 1.000 Kilokalorien eingesetzt werden. Nicht oder nicht rechtzeitig behandelt können Laktatazidosen tödlich enden.



www.diabetes-ratgeber.net; 05.08.2005, aktualisiert am 06.12.2010

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