NPH-Insulin

NPH-Insuline dienen bei Diabetes dazu, erhöhte Blutzuckerspiegel zu senken. Bei ihnen handelt es sich um Verzögerungsinsuline. Das heißt, sie wirken erst einige Stunden nach der Injektion

aktualisiert am 26.06.2014

NPH-Insuline wirken erst einige Stunden nach dem Spritzen

W&B/Schneider&Sporrer

Bei der Behandlung eines Diabetes mit Insulin lassen sich vereinfacht zwei grundsätzliche Arten von Insulinen unterscheiden: Kurz wirksame, die den akuten Insulinbedarf nach Mahlzeiten abdecken sollen. Und länger wirksame Insuline, die die Grundversorgung des Körpers mit Insulin sicherstellen sollen. NPH-Insuline zählen zu letzteren. Sie werden auch Verzögerungsinsulin oder Intermediär wirkendes Insulin genannt.

NPH-Insuline wirken erst nach einigen Stunden

NPH-Insuline sind Humaninsuline, denen der Stoff Protamin zugesetzt wurde. Durch diesen entfalten sie erst verzögert ihre Wirkung – der Wirkeintritt liegt etwa zwei bis vier Stunden nach der Injektion. Nach ungefähr vier bis acht Stunden ist die Wirkung am stärksten.


NPH-Insuline: Benannt nach dem Erfinder

Die Abkürzung NPH steht für Neutrales Protamin Hagedorn.

  • Neutral bezeichnet hierbei den Säuregrad.
  • Protamin ist die Verzögerungssubstanz, ein Eiweiß.
  • Hagedorn ist der Name des dänischen Forschers, der das NPH-Insulin 1936 eingeführt hat.


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