Dass Raucher – und sogar Passivraucher – ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes haben, ist Forschern schon seit längerem aufgefallen. Jetzt wies ein Wissenschaftler-Team der California State Polytechnic University in Pomona (Kalifornien) nach, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Konzentration von Nikotin im Blut und der Höhe der HbA1c-Werte gibt. Der HbA1c-Wert (auch "Langzeitwert" genannt) informiert über die durchschnittliche Qualität der Blutzuckerwerte der vergangenen acht bis zwölf Wochen.
"Nikotin kann die HbA1c-Konzentration im Blut um bis zu 34 Prozent erhöhen", so Studienleiter Xiao-Chuan Liu. Ärzte könnten diese Erkenntnis seiner Meinung nach als zusätzliches Argument benutzen, um Raucher zum Aufhören zu motivieren.
Nikotinersatzmittel nur vorübergehend anwenden
Auch Nikotinpflaster oder nikotinhaltige elektronische Zigaretten sind demnach für Diabetiker nicht unproblematisch und sollten, so Liu, nur vorübergehend zur Nikotinentwöhnung eingesetzt werden. Auf Dauer sei natürlich der gesundheitliche Gewinn durch eine erfolgreiche Entwöhnung höher als das Risiko, durch Nikotinersatzmittel Schaden zu nehmen. Langfristig sollte man diese allerdings nicht verwenden.
AB/www.diabetes-ratgeber.net;
31.03.2011, aktualisiert am 04.04.2011
Bildnachweis: Thinkstock/Stockbyte
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