Offenbar zeugt eine schlanke Linie nicht immer von einem niedrigen Diabetes-Risiko: Wie Forscher jetzt herausfanden, gibt es ein Gen, das einerseits für einen geringen Körperfettanteil steht, andererseits jedoch für ungünstige Blutzucker- und Cholesterinwerte verantwortlich sein kann. Und zwar vor allem bei Männern.
Bei dem Gen handelt es sich um eine Variante des Gens IRS1. Die Forscher um Dr. Ruth Loos vom Medical Research Council (MRC) aus Cambridge entdeckten es bei einer Analyse der Erbanlagen von über 76.000 Menschen, die im Rahmen von 26 Studien in zehn verschiedenen Ländern erfasst worden waren.
Fettverteilung beeinflusst das Diabetesrisiko
Die Forscher vermuten, dass Menschen mit der Genvariante weniger Fett unter der Haut ablagern können, sodass es mehr an anderen Stellen im Körper deponiert wird, etwa in der Leber oder den Muskeln. Dadurch kommt es möglicherweise zur Störung von Organfunktionen.
So ist etwa schon seit längerem bekannt, dass Fetteinlagerungen in der Leber die Empfindlichkeit der Zellen für das blutzuckersenkende Hormon Insulin verschlechtern und damit das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, erhöhen.
AB/www.diabetes-ratgeber.net;
20.07.2011, aktualisiert am 21.07.2011
Bildnachweis: Brand X Pictures/RYF
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