Das rät die Psychologin: Ihr Mann ist für die Therapie seines Diabetes in erster Linie selbst verantwortlich. Dass Sie ihm ins Gewissen reden, ist aber verständlich. Schließlich belastet es Sie auch, wenn sich seine Folgekrankheiten verschlechtern. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Mann in einer entspannten Stunde, etwa abends bei einem Glas Wein. Machen Sie ihm aber keine Vorwürfe. Erklären Sie ihm, wie es Ihnen geht, beispielsweise: „Ich fühle mich hilflos und habe Angst um deine Gesundheit.“ Fragen Sie ihn, ob er bereit ist, sein Verhalten zu ändern und sich Hilfe zu suchen.
Ein Gespräch mit dem Arzt oder einem diabeteserfahrenen Psychotherapeuten kann ihm den nötigen Anstoß geben, seinen Diabetes besser zu behandeln. Übernimmt Ihr Mann auf Dauer keine Verantwortung für seine Krankheit und damit auch für die Partnerschaft, sollten Sie ihm deutlich machen, wo Ihre Grenzen sind.
Daniela Pichleritsch / Diabetes Ratgeber;
05.05.2010, aktualisiert am 25.06.2010
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