Es gibt zwei Arten von Cholesterin: LDL-Cholesterin (Low-Density-Lipoprotein) wird auch als "schlechtes" Cholesterin bezeichnet, weil es die Arterienverkalkung fördert und damit Krankheiten wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall Vorschub leistet. HDL-Cholesterin (High-Density-Lipoprotein) dagegen ist Balsam für die Gefäße – je höher die Werte im Blut, desto geringer die Wahrscheinlichkeit für eine schwere Gefäßerkrankung.
Forscher der Tufts-Universität im amerikanischen Massachusetts werteten jetzt die Daten von 24 Studien aus, deren Teilnehmer eine blutfettsenkende Therapie erhalten hatten. Und stellten fest: je höher die Werte von HDL-Cholesterin im Blut waren, desto seltener bekamen die Studien-Teilnehmer eine Krebserkrankung. Andere Faktoren, die das Risiko für Krebserkrankungen erhöhen, wie Übergewicht, Alter, Geschlecht, Rauchen oder Diabetes, waren dabei bereits berücksichtigt. Jeder Anstieg des HDL-Cholesterinspiegels um 10 mg/dl (Milligramm pro Deziliter) senkte das Krebsrisiko demnach um 36 Prozent.
HDL-Cholesterin macht freie Radikale unschädlich
Zwar sei damit noch nicht bewiesen, dass hohe HDL-Werte tatsächlich vor Krebs schützen, so die Forscher – denn der beobachtete Zusammenhang könne auch an anderen, noch nicht bekannten, Faktoren liegen. Möglich wäre es allerdings durchaus: Denn bekanntlich kann HDL-Cholesterin freie Radikale (Oxidantien) unschädlich machen, die auch bei der Entstehung einer Arterienverkalkung eine wichtige Rolle spielen. Außerdem fördern freie Radikale auch Krebserkrankungen.
AB/www.diabetes-ratgeber.net;
25.08.2010, aktualisiert am 29.09.2011
Bildnachweis: W&B/Bert Bostelmann
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