Alle sprechen von Kur. Doch mit Fango, Tango und Wassertreten hat eine medizinische Rehabilitation nichts zu tun. Dazu rät der Arzt einem Diabetiker, wenn dieser ernste Probleme wegen seiner Krankheit hat. Wenn er etwa befürchten muss, seinen Beruf bald nicht mehr ausüben zu können.
Die Rehabilitation soll verhindern, dass Berufstätige zu Frührentnern werden und Rentner zu Pflegefällen. „Kandidaten für eine Reha sind etwa Diabetiker, bei denen die Blutzuckerwerte verbessert werden müssen, damit bestehende Folgekrankheiten wie Augenschäden nicht zur Erblindung und Nierenschäden nicht an die Dialyse führen“, sagt Dr. Harald Fischer, ärztlicher Leiter der Reha-Klinik Rosenberg in Bad Driburg.
Ebenfalls infrage kommt die Rehabilitation für Typ-2-Diabetiker mit starkem Übergewicht: Sie schaffen es oft nicht, die nötige Lebensstiländerung im Alltag umzusetzen, nehmen immer mehr zu und haben deshalb oft Gelenk- oder Rückenprobleme.