Seit einigen Jahren sind Geräte auf dem Markt erhältlich, die eine fortlaufende Messung der Zuckerkonzentration im Unterhaut-Fettgewebe ermöglichen. Sie können zwar die Blutzuckermessung nicht ersetzen, helfen aber in bestimmten Fällen, das Selbstmanagement des Diabetes zu erleichtern.
Jetzt haben auch Veterinärmediziner die Möglichkeiten der kontinuierlichen Zuckermessung erkannt. Denn nicht wenige Haustiere, insbesondere Katzen, Hunde oder Pferde, erkranken an Diabetes – in einer Form, die der des Diabetes beim Menschen ähnelt, mit ihr aber nicht identisch ist.
Weniger Stress für Herr und Hund
"Bei Tieren mit Diabetes könnte ein Messgerät, das den Zucker fortlaufend kontrolliert, die Therapie deutlich erleichtern", sagt Tierarzt Professor Charles Wiedmeyer von der Universität Missouri (USA). Denn gerade bei Tieren sei die Blutzuckerkontrolle eine stressige Angelegenheit – sowohl für das Tier als auch für seinen Besitzer. Wiedmeyer hofft, dass demnächst ein Gerät, das speziell für die Anwendung bei Tieren geeignet ist und beispielsweise zwischen den Schulterblättern angelegt werden könnte, auf den Markt kommt.
Viele der Symptome, die etwa ein Hund mit Diabetes entwickelt, ähneln denen bei Menschen, so Wiedmeyer. Dazu gehören starker Durst, erhöhter Harndrang und Gewichtsverlust. Hunde mit Diabetes benötigen in der Regel zweimal täglich eine Insulininjektion. Anfällig für Diabetes sind ältere und weibliche Hunde, wobei manche Rassen – etwa Schnauzer oder Pudel – häufiger erkranken als andere.
A.Baum / www.diabetes-ratgeber.net;
19.08.2010, aktualisiert am 05.03.2012
Bildnachweis: Thinkstock/Hemera
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