Diabetischer Fuß

Alles zu Ursachen, Symptomen und Therapie des diabetischen Fuß-Syndroms

aktualisiert am 18.04.2016

Der Stimmgabeltest kann beginnende Nervenschäden aufdecken

W&B/Jan Greune

Der diabetische Fuß ist eine häufige Folgeerkrankung eines langfristig überhöhten Blutzuckerspiegels bei Diabetes. Bei der Entstehung spielen mehrere Faktoren eine Rolle, vor allem aber Schädigungen der Nerven, die für Bein und Fuß zuständig sind, sowie Störungen im Blutfluss. Außerdem kann ein Diabetes die Schweißproduktion beeinträchtigen. Das macht die Haut an Beinen und Füßen trocken, rissig und anfällig für Verletzungen. Gestörte Bewegungsabläufe führen zudem zu Fehlbelastungen des Fußes und damit zur Hornhautbildung und Druckstellen.


Schmerzwahrnehmung an den Füßen beeinträchtigt

Bei geschädigten Nerven nehmen Betroffene Schmerzen unter Umständen schlechter oder gar nicht wahr, so dass sie Wunden nicht rechtzeitig entdecken und versorgen. Da bei Diabetes Wunden oft schlechter heilen, können sich banale Hautschäden durch Druckstellen, Risse, kleinste Verletzungen oder Fußpilz ungestört infizieren und ausbreiten. Gelingt es nicht, diesen Prozess kurzfristig aufzuhalten, kann letzten Endes sogar eine Amputation erforderlich werden.


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Schätzungsweise mehr als 40.000 Amputationen als Folge des diabetischen Fuß-Syndroms werden jährlich in Deutschland vorgenommen. Experten gehen davon aus, dass ein Großteil dieser Eingriffe vermeidbar wäre.

Um keine Verletzung zu übersehen, sollte deshalb jeder Diabetiker mit mehrjähriger Erkrankungsdauer täglich seine Füße auf Veränderungen kontrollieren. Eine gründliche ärztliche Inspektion bisher unauffälliger Füße mindestens einmal jährlich ist obligatorisch. Nachgewiesene Nerven- oder Gefäßveränderungen sowie Wunden erfordern engmaschige Untersuchungen beim Hausarzt, Diabetologen oder in einer Fußambulanz, an der die zuständigen Spezialisten eng zusammenarbeiten. Da die Behandlung langwierig und aufwändig ist, ist die Versorgung des diabetischen Fußes zu einem Spezialgebiet der Diabetologie geworden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.



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Bildnachweis: W&B/Jan Greune

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