So schützen Sie die Füße bei Diabetes

Der diabetische Fuß ist ein besonders gefährliches Folgeleiden der Zuckerkrankheit. Im schlimmsten Fall droht die Amputation. Die meisten Fälle ließen sich verhindern. Was Patienten dazu beitragen können
von Daniela Pichleritsch, 09.02.2017

Gefährdete Füße: Eine Vielzahl von Nerven und Gefäßen durchziehen unsere Extremitäten

W&B/Szczesny

Was hat Diabetes mit den Füßen zu tun?

Hohe Zuckerwerte schädigen auf Dauer Blutgefäße und Nerven. Weil dadurch oft das Schmerz- und Druckempfinden gestört ist, können sich unbemerkt aus kleinsten Verletzungen schlecht heilende Geschwüre entwickeln. Das nennt man "diabetischer Fuß". Die dramatischste Folge: eine Amputation. Das Risiko dafür steigt mit der Diabetesdauer und dem Lebensalter.

Wie kann ich vorbeugen?

Kontrollieren Sie täglich Ihre Füße, pflegen Sie sie sorgfältig. Dazu berät Sie Ihre Apotheke. Gehen Sie bei Fußproblemen (z. B. Schwielen) zum Podologen. Zeigen Sie alle Veränderungen oder Verletzungen dem Arzt, und lassen Sie mindestens einmal im Jahr die Nerven und Gefäße Ihrer Füße untersuchen und auch Ihre Schuhversorgung kontrollieren.

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Wer hilft bei Problemen?

Erster Ansprechpartner ist Ihr Hausarzt oder Ihr Diabetologe. Er entscheidet, wer noch in die Behandlung einbezogen wird. Etwa ein Orthopädie-Schuhmacher, der druckentlastende Einlagen fertigt, oder ein Podologe, der Hornhautschwie­len abträgt, unter denen sich ein Geschwür bilden kann. Oft kann ein Gefäßspezialist die gestörte Durchblutung wieder­herstellen und eine Amputation vermeiden.

Im Idealfall überweist Sie Ihr Arzt an eine dia­betologische Fußambulanz (Adressen unter www.ag-fuss-ddg.de). Hier arbeiten viele Spezialisten strukturiert und abgestimmt zusammen für das eine Ziel: Wunden wieder heilen zu lassen und Ihre Füße zu retten.

Diabetischer Fuß: Bin ich gefährdet?

Bei diesen Anzeichen haben Sie ein erhöhtes Risiko für einen "diabetischen Fuß".

  • Kribbeln oder Taubheits- und Kältegefühle
  • Verminderte oder fehlende Wahrnehmung von Reizen wie Schmerz, Druck oder Temperatur
  • Trockene, rissige Haut, Hornhautschwielen
  • Kühle, blasse oder bläulich verfärbte Haut
  • Krallenbildung an den Zehen
  • Rötung, Schwellung oder Überwärmung (Achtung! Das könnte ein Notfall sein!)

Fachliche Beratung: Dr. Michael Eckhard, GZW Diabetes-Klinik in Bad Nauheim


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