Bubble Tea ist derzeit in aller Munde – im wortwörtlichen Sinn. Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist das Getränk, das ursprünglich aus Asien stammt, beliebt. Aufgrund des hohen Zuckergehalts rät die Organisation diabetesDE Diabetikern davon ab, Bubble Tea als Durstlöscher zu trinken.
Die Grundlage von Bubble Tea bildet meist grüner oder schwarzer Tee, der gelegentlich mit Milch versetzt wird. Dazu kommt Sirup in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Den Namen erhält Bubble Tea von den kleinen Perlen, die untergemischt werden und sich am Boden des Gefäßes absetzen. Klassisch bestehen sie aus der Stärke der Maniokwurzel und heißen Tapiokaperlen. Alternativ gibt es die Kügelchen, die über den Strohhalm aufgesaugt werden, auch aus Gelee. In beiden Fällen sind sie sehr kalorienreich.
„Mit 50 bis 60 Gramm Zucker pro Becher haben drei Bubble Teas etwa genau so viel Zucker wie die gleiche Menge Cola“, erklärt Michaela Berger, Diabetes-Beraterin und kooptiertes Vorstandsmitglied von diabetesDE. Um die 500 Kilokalorien enthalten manche Sorten pro Becher. Zum Vergleich: Ein Teller Nudeln mit Pesto (etwa 150 Gramm) liefert mit 460 Kilokalorien ähnlich viele Brennwerte.
„Damit ist Bubble Tea gerade für Menschen mit Diabetes, die einen raschen und starken Blutzuckeranstieg vermeiden und auf ihre Kalorienzufuhr achten müssen, nicht als Durstlöscher geeignet“, so Berger. „Sonst droht eine Hyperglykämie.“ Bei starkem Überzucker kann vor allem bei Typ-1-Diabetikern der Stoffwechsel entgleisen bis hin zum diabetischen Koma. Häufige Überzuckerungen schädigen die Organe.
Bubble Tea gehört damit wie Limonaden, Energydrinks und konzentrierte Fruchtsäfte zu den Getränken, die Diabetiker mit Vorsicht genießen sollten. Sie enthalten viel Zucker und lassen den Blutzucker schnell ansteigen. Bessere Durstlöscher sind Wasser und verdünnte Fruchtsäfte sowie ungesüßte Tees.
Stephan Soutschek / www.diabetes-ratgeber.net;
05.07.2012, aktualisiert am 05.07.2012
Bildnachweis: Fotolia/Food and More
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