Eier sind echte Nährstoffbomben. In einem kleinen Hühnerei stecken etwa sechs Gramm Eiweiß, dazu viel Kalzium, Eisen und Vitamin E – allerdings auch große Mengen an Cholesterin, das zu den Fetten gehört. Deshalb hatte das Ei lange Zeit bei Ernährungsexperten einen schlechten Ruf. Der Verzehr von Eiern soll den Cholesterinspiegel erhöhen und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ansteigen lassen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, nicht mehr als drei Eier pro Woche zu essen.
Einer neuen Studie zufolge sind Eier aber auch in höheren Mengen unbedenklich fürs Herz. Bei einer Langzeituntersuchung, die im European Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde, traten bei 14.000 Hochschulabsolventen innerhalb von sechs Jahren 91 neue Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Teilnehmer keine oder mehr als vier Eier pro Woche aßen. Die Daten wurden mit Hilfe von Fragebögen erfasst.
Trotzden gilt die Empfehlung, dass man täglich höchstens 300 Milligramm Cholesterin zu sich nehmen sollte. Diese Menge ist mit einem Ei schon fast abgedeckt. Wer täglich ein Ei isst, sollte sich bei anderen cholesterinhaltigen Lebensmitteln wie Wurst und Käse besser zurückhalten. Das gilt gerade für Diabetiker. Denn in Verbindung mit Bluthochdruck und Diabetes steigert ein hoher Cholesterinspiegel zusätzlich die Gefahr ernsthafter Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Stephan Soutschek / www.diabetes-ratgeber.net;
07.05.2012
Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto
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