Ideale Durstlöscher sind Schorlen aus Fruchtsaft und Wasser, im Verhältnis eins zu fünf gemischt. Sie haben wenig Kalorien und kaum Kohlenhydrate
Menschen mit Diabetes müssen sich mehr als andere damit beschäftigen, was sie essen und trinken. Die Meisten kennen das Prinzip der gesunden Ernährung und wissen, worauf es wegen der Erkrankung ankommt. Kohlenhydrate und Zucker in Speisen oder Getränken beeinflussen den Blutzuckerspiegel. Das muss bei der Therapie berücksichtigt werden. Doch wenn es um das Trinken geht, unabhängig vom Diabetes: Steht man in der Bar an einer Theke und es gibt wieder nur Bier, Schnaps oder Wasser, da würden viele gern lautstark fluchen. Nur Alkohol trinken geht nicht – da sind allgemein Grenzen gesetzt und immer Wasser wird auf Dauer fade.
Manchmal werden eben Getränke bevorzugt, die süß und fruchtig schmecken. Dem Trend zu Light-Produkten sind inzwischen die Hersteller gefolgt, das Angebot für Diabetiker ist in den letzten Jahren gestiegen. In manchen Gastronomiebetrieben gehört "Cola light" längst zum Trinksortiment, dazu werden Säfte, stilles Wasser, Apfelschorle und immer häufiger Diätbier angeboten.
Lange Zeit hieß es, Alkoholkonsum und Diabetes vertragen sich nicht, darauf müsse man komplett verzichten. Denn von Alkohol würde der Blutzucker ansteigen und später rapide abfallen, die Stoffwechsellage ließe sich schlechter kontrollieren. Inzwischen wird Diabetikern der moderate Verzehr von Spirituosen, Wein und Bier erlaubt. Um Kalorien zu sparen, sollte man sich aber bei Säften, Limonaden, Likör oder Cocktails zurückhalten. Wer in punkto Erfrischung die Abwechslung zu Diät-Getränken mit Süßstoff als Ersatz für Zucker sucht, für den gibt es Alternativen auf natürlicher Basis, die gesünder sind und schmecken.
Zwei Liter Wasser am Tag wären ideal
Menschen können tagelang ohne Essen auskommen, allerdings nicht ohne Trinken. Vor allem reines Wasser ist gesund und kalorienfrei, Wasser gilt als Lebens-Elixier. Zwei Liter davon pro Tag sind für den Körper optimal, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken.
Täglich verlieren wir schon etwa 2,5 Liter Wasser durch Schwitzen, Atemluft und Harn. Auch Mineralien werden mit ausgeschieden. Viel trinken ist wichtig, damit der Stoffwechsel in Gang kommt und der Kreislauf stabil bleibt. Eineinhalb Liter am Tag sollten es mindestens sein. Nur die Hälfte der benötigten Flüssigkeit kann Nahrung liefern. Fehlt dem Körper Wasser, fehlen auch Sauerstoff und Mineralien, weil sie nicht richtig transportiert werden können. Wasser reguliert die Körpertemperatur, verdünnt das Blut und sichert den Transport von Nährstoffen. Die Nieren filtern Stoffe, die der Körper nicht braucht und scheiden sie aus – auch dafür wird Wasser benötigt.
Wer regelmäßig einen Schluck aus der Wasserflasche nimmt, tut das Beste für seine Gesundheit. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Wasser ohne, mit wenig oder viel Kohlensäure (Hydrogenkarbonat) versetzt ist. Kohlensäure ist nicht schädlich. Die meisten Wassersorten gibt es heute sprudelnd, medium oder still. Trinkwasser aus dem Hahn ist streng geprüft und hygienisch unbedenklich. Es stammt aus Grundwasser, benötigt kaum Aufbereitung und muss frei von Krankheitserregern sein. Die Grenzwerte der Schadstoffbelastung (zum Beispiel Pflanzenschutzmittel, Schwermetalle, Nitrat oder Nitrit) dürfen nicht überschritten werden.
Mineralwasser: Aus Quellen gewonnen
Im Gegensatz dazu müssen Mineralwasser weniger Grenzwerte erfüllen. Es gelten aber Mindestmengen für Mineralstoffe. Diese Wasser haben ihren Ursprung unter der Erde und werden aus Quellen gewonnen, die natürlich oder künstlich angelegt sind. Natürliches Mineralwasser ist nicht oder geringfügig aufbereitet und muss staatlich anerkannt sein. Beim Quellwasser mit unterirdischem Vorkommen sind die Anforderungen an die Inhaltsstoffe niedriger. Es gibt keine Vorgaben für ursprüngliche Reinheit und Mineralstoff-Anteile. Nicht natürlich gewonnen wird Tafelwasser. Es ist eine Mischung aus Trink- und Mineralwasser und muss die Richtlinien für Trinkwasser erfüllen.
Richtig Trinken will gelernt sein |
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Beim Wasserkauf ist vor allem auf den Natriumgehalt zu achten. Nicht mehr als 300 Milligramm Natrium (Salz) pro Liter sollten drin sein. Zu viel Salz kann zum Beispiel den Blutdruck erhöhen, deshalb wird heute eine natriumarme Kost empfohlen. Der tägliche Bedarf eines Erwachsenen liegt bei 800 Milligramm. Außer Natrium, das den Wasserhaushalt im Körper reguliert, sind weitere Mineralstoffe enthalten. Neben Magnesium, Kalium, Eisen, Zink und Fluor ist Kalzium besonders wichtig. Es hilft beim Knochenaufbau und stärkt die Knochensubstanz. In Wassersorten mit hoher Qualität sind mindestens 150 Milligramm Kalzium pro Liter anzutreffen. Der Anteil von Sulfat sollte eher gering sein, denn das führt vermehrt zur Kalziumausscheidung.
Geschmack durch künstliche Aromen
Natürliches Wasser ist sehr gesund, relativ geschmacksneutral und hat keine Kalorien. Aber nicht jedes Wasser, das man heute kauft, ist ohne Geschmack und Kalorien. Inzwischen werden Sorten mit Lemon-, Grapefruit- und Orangenauszügen oder ähnlichem angeboten. Die Vielfalt ist eben auch bei Wasser größer geworden. Der Geschmack kommt aber meist nicht aus frischen Früchten, sondern über künstliche Aromen. Manchem Wasser sind noch Farbstoffe beigesetzt oder geringe Mengen von Süßstoff oder Zucker.
Es gibt auch Wassersorten, die zusätzlich mit Sauerstoff ("O2") angereichert sind. Diese Produkte schaden nicht, sind aber kaum effektiv. Die Sauerstoffversorgung im Blut lässt sich damit nicht verbessern. In jedem Fall sollte man beim Einkauf genau auf das Etikett schauen. Alternativen zum puren Wasser können Früchte- oder Kräutertees sein. Ohne Zucker und Milch haben sie null Kalorien, aber mehr Geschmack. Herzhafter als Früchtetee schmeckt Gemüsesaft mit Wasser gemischt. Das kann eine gesunde Abwechslung sein, die wenig Kohlenhydrate enthält.
www.diabetes-ratgeber.net;
06.07.2009, aktualisiert am 28.10.2011
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