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Jodsalz verwenden, nur wenig nachsalzen

Wer sich gesund mit frischen Produkten ernährt, auf Fertiggerichte verzichtet und mit der weißen Würze sparsam umgeht, braucht sich kaum Gedanken über zu hohen Salzverzehr zu machen


Salz ist für viele im Essen unverzichtbar

Sparen kann man beim Natriumgehalt von Mineralwasser, das bis zu 20 Milligramm in einem Liter als salzarm gilt. Das meiste Salz – etwa 80 Prozent – nehmen wir durch Gebäck, Wurst, Fleisch, Käse und Brot auf. Das lässt sich umgehen, indem Fleisch- oder Käsesorten, Konserven und Fertiggerichte gemieden werden, die stark salzhaltig sind. Besonders ungünstig sind in Salz eingelegte Heringe, weil sie 15 Gramm Natrium in 100 Gramm Füllgewicht enthalten. Auch Backwaren, Kakao-Instantpulver, Pudding und viele Speisen, in denen es gar nicht vermutet wird, stecken voller Salz.

Dabei wird oft Kochsalz und kein Jodsalz verwendet. Experten raten schon seit Jahren wegen den Folgen von Jodmangel zur alleinigen Verwendung von Speisesalz mit Jod. Als noch besserer Jodlieferant entpuppt sich Fisch. Davon essen wir noch immer zu wenig. Nur die Hälfte der empfohlenen Jodmenge nehmen wir täglich auf - ein Grund für die Zunahme von Schilddrüsenerkrankungen bis zum Kropf (vergrößerte Schilddrüse). Deshalb sollte unbedingt auf die Verwendung von Jodsalz geachtet werden. Mit mehr Jod im Salz lassen sich aber Mangelerscheinungen, die schon da sind, nicht beheben.

Trend zu edlen Salzen aus aller Welt

Salz hat sich mittlerweile zum Trendsetter gemausert. Für so manchen Koch, der seine wertvollen Kristalle in einem Flakon aufbewahrt, gehört das richtige Salz zur Lebensphilosophie. Grobkörnig oder fein gemahlen gibt es neben der weißen Würze graues, rotes und schwarzes Salz aus den fernsten Regionen der Welt. Sehr teure Salze kommen von der Algarve und den Südhängen des Himalaja, aus der Bretagne oder der Camargue. Das normale Kochsalz ist billig, es kostet weniger als 50 Cent pro Packung (etwa 250 Gramm). Bei ihm gehen durch die Aufbereitung wichtige Mineralien und der natürliche Jodgeschmack verloren. Das Salz wird in der Regel aus Bergen, Salzstöcken oder Salzkammern gewonnen, die es vor allem in Bayern, Niedersachsen und Österreich gibt. Nach dem „Wasch-Schredder-Mahl-Vorgang“ folgt die Trocknung. Mit Kalk oder Kreide wird das Salz rieselfähig gemacht, so erhält es auch seine weiße Farbe. 


Besser als Kochsalz ist Meersalz, das von Natur aus Jod enthält. Gourmets und Spitzengastronomen bevorzugen den unverwechselbaren Geschmack des Fleur de Sel („Blume des Salzes“). Es wird durch Ausdünstung von grobem Meersalz gebildet. Dabei verdunstet Meerwasser, bis eine Salzschicht entsteht. Durch starke Sonneneinstrahlung und Wind bilden sich an der Wasseroberfläche feinste Salzkristalle, die in Handarbeit abgeschöpft werden. Das Meerwasser verdunstet vollständig und wichtige Mineralien wie zum Beispiel Jod bleiben erhalten.

Fisch und Fleisch erst nachher salzen

Der Geschmack wird auch durch Kalzium- und Magnesium-Sulfatanteile im Salz mitbestimmt. Fleur de Sel schmeckt nicht so salzig wie grobes Meersalz, deshalb kann man damit etwas großzügiger umgehen. Ein gutes Salz ist natürlich rein und benötigt kein künstliches Aufpeppen. Es enthält unbehandelt reichlich Jod und die Speisen schmecken auch bei etwas mehr davon nicht gleich versalzen.



Sorgen Gewürze für intensiven Geschmack, kann auf das Nachsalzen bei Tisch verzichtet werden

Viel Salz führt nicht zu mehr Geschmack. Meist reichen schon ein bis zwei Prisen Salz, um Speisen zu würzen. Fisch und Fleisch müssen vor der Zubereitung eigentlich nicht gesalzen werden. Viele Gerichte schmecken auch, wenn etwas Salz nach der Garung kurz darüber gestreut wird. Auf das Nachsalzen bei Tisch während des Essens sollte man lieber verzichten. Für ein intensives Geschmackserlebnis sorgen allerlei Kräuter und Gewürze. Sie sind die schmackhafte gesunde Alternative zum ewigen Würzen nur mit Salz und Pfeffer. Egal welche Salzart verwendet wird: Man sollte die bereits genannten medizinischen Rahmenbedingungen einhalten!

Viel Salz führt nicht zu mehr Geschmack. Meist reichen schon ein bis zwei Prisen Salz, um Speisen zu würzen. Fisch und Fleisch müssen vor der Zubereitung eigentlich nicht gesalzen werden. Viele Gerichte schmecken auch, wenn etwas Salz nach der Garung kurz darüber gestreut wird. Auf das Nachsalzen bei Tisch während des Essens sollte man lieber verzichten. Für ein intensives Geschmackserlebnis sorgen allerlei Kräuter und Gewürze. Sie sind die schmackhafte gesunde Alternative zum ewigen Würzen nur mit Salz und Pfeffer. Egal welche Salzart verwendet wird: Man sollte die bereits genannten medizinischen Rahmenbedingungen einhalten!




Bildnachweis: W&B/Brigitte Sporrer, W&B/ Winfried Fischer
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www.diabetes-ratgeber.net; 18.08.2009, aktualisiert am 28.10.2011
Bildnachweis: W&B/Brigitte Sporrer, W&B/ Winfried Fischer

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