Salat: Auf den ersten Blick scheinen die grünen Blätter, was ihre Inhaltsstoffe betrifft, nicht allzu viel herzugeben: 90 Prozent Wasser und ein paar Ballaststoffe – was kann daran schon so gesund sein?
Für Professor Bernhard Watzl vom Max-Rubner-Institut in Karlsruhe ist diese Frage schnell beantwortet. „Salat enthält vor allem eine große Menge sekundärer Pflanzenstoffe, zum Beispiel Carotinoide und Polyphenole“, sagt der Ernährungsphysiologe. „Von diesen Substanzen ist bekannt, dass sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs senken können.“
Und dass Salat beim Abnehmen helfen kann, liegt nicht nur daran, dass er so gut wie kalorienfrei ist. Schon sein pures Volumen löst im Gehirn ein Sättigungssignal aus, erklärt der Forscher, so dass man anschließend nicht mehr so viel isst.
Britische Wissenschaftler wollen vor Kurzem gar herausgefunden haben, dass Salatliebhaber seltener an Diabetes erkranken. Sie führen das unter anderem auf den hohen Magnesiumgehalt zurück: Das Mineral soll angeblich die Insulinwirkung verbessern.
Bernhard Watzl rät, beim Einkauf vorzugsweise auf frischen Salat der Saison zu setzen. Der schmecke nicht nur besser, sondern enthalte auch mehr gesunde Pflanzenstoffe als Salat aus dem Treibhaus. Am besten, so Experte Watzl, hält sich frisch gekaufter Salat, wenn man ihn bei null bis vier Grad im Kühlschrank lagert und in eine Plastiktüte oder ein feuchtes Tuch einwickelt, damit er nicht austrocknet.
Die äußeren Blätter sollte man übrigens nicht entfernen, sondern dranlassen und mitessen, rät der Ernährungsexperte. Denn hier stecken die meisten gesunden Pflanzenstoffe drin!
Salatsorten im Überblick:
Kurzporträt: Großer, fester Kopf mit kräftigen dunkelgrünen Außen- und zarten gelben Innenblättern. Milder Geschmack, Salatherz leicht süßlich
Saison: Heimischer Freilandanbau von Mai bis Oktober
Lagerung: Im Kühlschrank bis zu drei Tage haltbar
Tipp: Bei frischem Kopfsalat ist die Schnittfläche hell; liegt er länger, verfärbt sie sich braun. Harmoniert gut mit Radieschen, Gartenkresse und Kräutern
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Kurzporträt: Pflücksalat (ohne Kopf); die zarten Blätter mit rötlich-braun gefärbten Spitzen ähneln von der Form her Eichenblättern. Kräftiger, leicht nussiger Geschmack
Saison: Heimischer Freilandanbau von Mai bis Oktober
Lagerung: Im Kühlschrank etwa zwei Tage haltbar
Tipp: Fällt rasch zusammen, deshalb erst kurz vor dem Servieren anmachen. Dressing mit Walnussöl unterstreicht den Eigengeschmack
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Kurzporträt: Breite Blätter mit gezahntem Rand; verwendet werden vor allem die hellgrünen und gelben inneren Bestandteile. Appetitanregende Wirkung durch den leicht bitteren Geschmack
Saison: Angebot aus deutschem Freilandanbau von Juni bis Dezember
Lagerung: Im Kühlschrank bis zu einer Woche haltbar
Tipp: Kurzes Wässern mildert die bittere Note. Lässt sich gut mit Zwiebeln, Knoblauch oder Ziegenkäse kombinieren
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Kurzporträt: Auch krause Endivie genannt. Gekräuselte, geschlitzte hellgrüne Blätter, die zum Herzen hin zart und gelb werden. Enthält wie die glatte Endivie den Bitterstoff Intybin, ist aber auch fein nussig im Geschmack
Saison: Heimische Freilandernte von Juli bis Dezember
Lagerung: Im Kühlschrank etwa eine Woche lang haltbar
Tipp: Wird mit Räucherlachs oder Garnelen zur leckeren Vorspeise
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Kurzporträt: Altes Würzkraut (früher als „Rauke“ bekannt) mit Löwenzahn-ähnlich gezackten Blättern, die durch ihren Gehalt an Senfölen leicht scharf und pfeffrig, aber sehr aromatisch schmecken
Saison: In Deutschland von Juni bis Dezember frisch vom Acker
Lagerung: Im Kühlschrank bis zu drei Tage haltbar
Tipp: Ein Klassiker mit Balsamico-Dressing und Parmesan. Bereichert aber auch gemischte Salate mit seinem Aroma
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Kurzporträt: Auch als Romana-Salat oder Kochsalat bezeichnet. Längliche, feste dunkelgrüne Blätter mit gelben, leicht süßlich schmeckenden Herzen, die auch separat verkauft werden
Saison: Aus deutschem Freilandanbau im September und Oktober, sonst Import aus Mittelmeerländern
Lagerung: Im Kühlschrank etwa fünf Tage haltbar
Tipp: Mit in Knoblauchöl gerösteten Croutons, Parmesan und einem Dressing aus Eigelb, Olivenöl, Zitronensaft und Worcestersauce wird Römersalat zum amerikanischen Caesar Salad
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Kurzporträt: Ursprünglich kalifornische Züchtung. Geschlossener Kopf mit festen, wasserreichen hellgrünen Blättern, die lange knackig und frisch bleiben
Saison: Heimischer Freilandanbau von Mai bis September
Lagerung: Im Kühlschrank ein bis zwei Wochen haltbar
Tipp: Blätter fallen auch angemacht nicht zusammen. Harmoniert mit Essig und Öl genauso wie mit Joghurt-Dressing und frischem Obst
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Kurzporträt: Stammt ursprünglich aus Italien. Grüne Blätter am Rand stark gekräuselt und dunkelrot gefärbt. Kräftiger nussiger, leicht bitterer Geschmack; die rein grüne Variante (Lollo bionda oder bianco) ist etwas milder
Saison: Deutsche Freilandernte von Mai bis Oktober
Lagerung: Hält im Kühlschrank bis zu drei Tage
Tipp: Schmeckt mit Himbeeressig und Walnussöl, aber auch mit einer Honig-Senf-Soße. Die krausen Blätter nehmen viel Dressing auf
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Dr. Sabine Haaß, Diabetes Ratgeber;
19.07.2012, aktualisiert am 19.02.2013
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