In Versuchen mit Ratten zeigten US-Forscher um Daniele Piomelli, dass der Geschmack von Fett auf der Zunge – und zwar schon bevor das Essen heruntergeschluckt wird – dazu führt, dass im Darm Marijuana-ähnliche Substanzen (Cannabinoide) ausgeschüttet werden. Diese lösen im Gehirn ein Hungergefühl aus, das die Lust auf fette Speisen verstärkt. Was, so die Forscher, eine Erklärung dafür sein könnte, warum Chips & Co. so "süchtig" machen.
Vermutlich aktiviert der Geschmack von Fett zunächst Nervenzellen im Gehirn. Diese stimulieren den Vagus-Nerv, der vom Gehirn zu verschiedenen Organen zieht und im oberen Darmbereich die Ausschüttung der Hunger-auslösenden Substanzen anregt.
Als nächstes möchten die Forscher untersuchen, ob sogenannte Endocannabinoid-Blocker, die gezielt die Freisetzung der Cannabinoide im Darm blockieren, übergewichtigen Menschen beim Abnehmen helfen können.
AB/www.diabetes-ratgeber.net;
18.08.2011, aktualisiert am 24.08.2011
Bildnachweis: Fotolia/Ariwasabi/2010
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