Die beste Pflege für trockene Haut

Bei Menschen mit Diabetes ist die Haut oft trocken. Mit der richtigen Pflege können Sie Ihre kostbare Hülle verwöhnen
von Birgit Ruf, 07.07.2017

Mit unseren Tipps sind Sie von Kopf bis Fuß gepflegt

Getty Images/Peter Teller/Digital Vision

Gesicht: Oben ohne

"Reinigen Sie Ihr Gesicht ohne Wasser, lieber mit einer sanften Waschlotion", rät Apothekerin Dr. Martina Kirschke. Harnstoff oder Glycerin in der Gesichtscreme versorgen Ihre Haut mit Feuchtigkeit. Tagescreme mit Lichtschutzfaktor hilft, Schäden durch die Sonne zu verhindern.

Hände: Wasser pur

"Alles, was schäumt, macht die Haut trockener", sagt die Dermatologin Dr. Petra Staubach. Ihr Tipp: Waschen Sie Ihre Hände zwischendurch nur mit Wasser. Bitte nach jedem Waschen eincremen. Dabei gilt: ausprobieren, welches Produkt sich gut anfühlt. Den Sonnenschutz auf den Handrücken nicht vergessen!


Achseln: Roll on

Diabetiker schwitzen oft stärker. Deo-Roller und -Cremes lassen sich gezielt auftragen (besser als Sprays bei sehr trockener Haut). Tipp: duftende Bodysprays nicht auf die Haut, sondern auf Kleidung oder Haare sprühen.

Sonnenschutz: Viel, aber fettarm

"Hoher Lichtschutz, üppig auftragen" lautet die knappe Formel beim Sonnenschutz. Produkte mit möglichst wenig Fett eignen sich gut für irritierte Haut, wie sie Diabetiker oft haben. Wer’s genauer wissen will, lässt sich in der Apotheke beraten.

Intimzone: Sanft und sauer

Wer sich allein mit Wasser untenrum nicht frisch genug fühlt, kann Intimwaschlotionen aus der Apotheke verwenden. Sie enthalten milde Waschsubstanzen. Ihr niedriger pH-Wert soll auch vor Pilz- und Bakterieninfektionen schützen.


Körper: Viel Feuchtigkeit, wenig Fett

So lautet das Rezept für leichte Körperlotio­nen im Sommer. Aber auch reine Pflanzenöle (z. B. Mandel, Avocado) ziehen gut ein, wenn sie auf noch feuchte Haut aufgetragen werden. Produkte mit Thermalwasser beruhigen gereizte Haut, sagt Apothekerin Dr. Kirschke.

Füße: Nimm zwei

Für die täg­liche Fußreinigung reicht lauwarmes Wasser. Wer möchte, verwendet eine sanfte Waschlotion. Für die Pflege kann es sinnvoll sein, verschiedene Produkte anzuwenden. Etwa eine Schrunden­creme für die Fersen (bitte bei Problemen mit den Füßen den Apotheker fragen). Für den Rest der Füße einen Cremeschaum, der rasch einzieht, aber nicht fettet. Nicht nur Schweißfüße freuen sich über Fußcremes mit ätherischen Ölen wie Rosmarin oder Latschenkiefer und leicht kühlendem Effekt.

Medizinische Fußpflege: Professionell und sicher

Der Sommer kommt, die Schrunden bleiben? Dann gönnen Sie sich doch eine professionelle Fußpflege inklusive Hornhautentfernung und Nagelpflege bei einer Podologin (medizinische Fußpflegerin). Für Diabetiker mit Fußproblemen ist sie kein Luxus, sondern wichtige Ergänzung der täglichen Fußpflege. In manchen Fällen zahlt die Krankenkasse. Fragen Sie Ihren Arzt!



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