In erster Linie kommt eine Insulinpumpe für Typ-1-Diabetiker infrage, bei denen die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert. Bei übergewichtigen Typ-2-Diabetikern ist das Problem dagegen, zumindest in den ersten Jahren der Erkrankung, ein anderes: Das Insulin kann seine Aufgabe, den Zucker aus dem Blut in die Körperzellen zu schleusen, nicht mehr richtig erfüllen, weil die Zellen insulinunempfindlich geworden sind.
Diese "Insulinresistenz" lässt sich durch Bewegung, eine vernünftige Ernährung und, falls das nicht ausreicht, blutzuckersenkende Tabletten in den Griff bekommen. Allerdings kann auch beim Typ 2 die Produktion von Insulin im Laufe der Jahre so stark nachlassen, dass es gespritzt werden muss. Weil die körpereigene Insulinbildung bei Typ-2-Diabetikern aber meist nicht völlig versiegt, haben sie nur selten mit so starken Blutzuckerschwankungen zu kämpfen wie manche Typ-1-Diabetiker.
In seltenen Fällen können auch Typ-2-Diabetiker von einer Insulinpumpe profitieren:
Die Kassen übernehmen die hohen Kosten für die Pumpentherapie bei Typ-2-Diabetikern nur in sehr seltenen Einzelfällen. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK), der alle Anträge prüft, lehnt die Kostenübernahme für Typ-2-Diabetiker generell ab. Es gebe keinen wissenschaftlichen Beweis, dass Typ-2-Diabetiker mit einer Insulinpumpe besser einstellbar sind als mit einer intensivierten Insulintherapie, so die Begründung.
Auch wenn die Kassen sich nicht an die MDK-Empfehlung halten müssen, sind doch die Hürden extrem hoch und es ist viel Ausdauer und Überzeugungsarbeit von Arzt und Patient nötig, um einen Antrag bewilligt zu bekommen.
www.diabetes-ratgeber.net;
03.03.2009, aktualisiert am 02.09.2011
Bildnachweis: W&B/Bernhard Huber
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