Insulin wird mehrmals täglich mithilfe eines Insulinpens oder einer Insulinpumpe unter die Haut gespritzt. Von dort gelangt es ins Blut, wo es die Aufgabe hat, den aus den Kohlenhydraten der Nahrung stammenden Zucker in die Zellen zu schleusen.
Vor allem bei kleinen Kindern bringt die Therapie mit der Insulinpumpe einige Vorteile. Die geringen Insulinmengen, die Kleinkinder brauchen, lassen sich mit dem Pen schlecht dosieren, wodurch die Blutzuckerwerte stark schwanken können. Mit der Pumpe klappt das besser. Für Eltern oder Betreuer ist die Insulin-Injektion "per Knopfdruck" einfacher als mit Pen oder Spritze.
Ernährung und Bewegung beeinflussen Blutzucker
Ziel der Insulintherapie ist es, die Blutzuckerspiegel im Bereich eines gesunden Menschen zu halten: 70 bis 140 mg/ dl (3,9 bis 7,8 mmol/l). Bei der Dosierung sind der aktuelle Blutzuckerwert sowie die bevorstehende Mahlzeit und körperliche Aktivität zu berücksichtigen. Denn Ernährung und Bewegung wirken sich auf den Blutzuckerspiegel aus.
Je nach Therapieart und verwendeten Insulinen (schnell und kurz wirkend, langsam und lang wirkend) wird die Nahrungsmenge auf bis zu acht Portionen über den Tag verteilt. Dann sind neben den Hauptmahlzeiten auch Zwischenmahlzeiten erforderlich, wobei der Zeitpunkt des Essens von der Art der Insulintherapie und den verwendeten Insulinpräparaten abhängt.
Aus diesem Grund müssen Schulkinder und Jugendliche mit Diabetes bei Bedarf auch außerhalb der Schulpausen während des Unterrichts etwas essen dürfen. Ansonsten besteht die Gefahr schwerer Unterzuckerungen.
www.diabetes-ratgeber.net;
25.08.2009, aktualisiert am 27.03.2012
Bildnachweis: W&B/Martin Ley
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