Auch während des Unterrichts kann es manchmal nötig sein, den Blutzucker zu kontrollieren
Die meisten Kinder und Jugendlichen mit Diabetes messen ihren Blutzuckerwert etwa viermal täglich. Das Messen ist heute denkbar einfach: Mit einer Stechhilfe wird in die Fingerbeere (seitlich tut es weniger weh) gepikst, der Blutstropfen mit einem Teststreifen aufgenommen und vom Blutzuckermessgerät innerhalb weniger Sekunden ausgewertet. Auf dem Display des Messgerätes erscheint der Wert entweder in der Einheit „mg/dl“ (alte Bundesländer) oder „mmol/l“ (neue Bundesländer). Im Einzelfall kann es sinnvoll sein, den Blutzuckerwert häufiger zu messen.
Dies gilt vor allem:
• bei sehr labilem Stoffwechselverlauf (beispielsweise bei starken Blutzuckerschwankungen)
• zur besseren Vorbereitung auf sportliche Aktivitäten
• bei Verdacht auf eine beginnende Unterzuckerung
Auch während des Unterrichts kann es deshalb nötig sein, den Blutzucker zu kontrollieren. Die Messung geht schnell und ohne großen Aufwand und stört den Unterricht in der Regel nicht. Je nach Ergebnis der Blutzuckermessung kann es nötig sein, sofort etwas zu unternehmen: Wenn der Wert beispielsweise zu niedrig ist, verhindert ein kohlenhydrathaltiger Snack, dass der Blutzucker weiter sinkt. Bei einem zu hohen Wert wiederum muss eventuell eine Mahlzeit weggelassen oder verschoben werden. Auch eine zusätzliche Insulininjektion kann in diesem Fall sinnvoll sein, damit der Blutzuckerwert nicht noch weiter steigt.
Alle Testergebnisse sollten protokolliert werden. Das ist wichtig, um die Insulintherapie anpassen zu können. In der Regel besitzen die Blutzuckermessgeräte einen elektronischen Speicher, aus dem die Werte abgerufen werden können.
Diabetes Ratgeber;
05.08.2005, aktualisiert am 27.07.2010
W&B/Martin Ley
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