Grapefruits: Vorsicht bei Medikamenten

Zwischen der Zitrusfrucht und bestimmten Arzneimitteln wie Blutdrucksenkern oder Diabetes-Medikamenten können Wechselwirkungen auftreten. Eine Apothekerin klärt auf
von Dr. Sabine Haaß, aktualisiert am 05.01.2017

Helga Beyer ist Apothekerin in Berlin

W&B/Thomas Koy

Grapefruit ist ein beliebtes Frühstücks­obst. Dennoch gibt es manchmal Gründe, darauf zu verzichten. Die Inhaltsstoffe der Frucht können nämlich den Abbau bestimmter Medikamente hemmen. Dazu gehören auch solche, die viele Menschen mit Dia­betes einnehmen, etwa bestimmte Blutdrucksenker oder Wirkstoffe, die die Cholesterinwerte verbessern.

Zusammen mit dem Genuss von Grapefruit kann das betreffende Medikament in unvorhersehbarer Weise länger und stärker wirken – ebenso können unerwünschte Wirkungen des Medikaments verstärkt werden. Daneben gibt es auch Wirkstoffe, deren Wirkung durch Grapefruit abgeschwächt wird: Hier hemmt die Grapefruit nicht den Abbau, sondern die Aufnahme des Arzneistoffs in den Körper.


Wenn Sie gern Grapefruits essen oder Grapefruitsaft trinken, sollten Sie in Ihrer Apotheke nachfragen, ob sich Ihr Medikament mit Grapefruit verträgt. Falls nicht, müssen Sie auf Grapefruit verzichten, solange Sie den betreffenden Wirkstoff einnehmen.

Es hilft übrigens auch nicht, die Grapefruit zum Frühstück zu essen und das Medikament erst mittags oder abends einzunehmen. Denn der Grapefruit-Effekt kann nach dem Genuss der Frucht oder des Saftes mehrere Tage lang anhalten.



Lesen Sie auch:

Frau hält Orangenhälften in den Händen

Zitrusfrüchte: Nicht nur Vitamin-C-Lieferanten »

Orangen, Mandarinen und Grapefruits kennt jeder. Aber wie schmecken Kumquats und Pampelmusen? Wir stellen die verschiedenen Zitrusfrüchte vor »

ReadSpeaker

So lassen Sie sich unsere Artikel vorlesen  »

Newsletter: Grüne Taste

Newsletter

Immer gut informiert mit dem kostenlosen Newsletter des Diabetes Ratgeber »

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages