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Eiweiß testen, Nieren retten

Diabetes ist eine der Hauptursachen von Nierenschwäche. Nutzen Sie die Möglichkeiten zur Früherkennung, um zu verhindern, dass es so weit kommt


Die Nieren filtern den Harn aus dem Blut. Das Röntgenbild zeigt die harngefüllten Nierenbecken, von denen die Harnleiter zur Blase führen

Nieren sind Hochleistungsfilter, die das gesamte Blut jeden Tag rund 300-mal von Schadstoffen befreien, die im Stoffwechsel anfallen. Zudem regulieren sie auch noch den Wasserhaushalt und den Blutdruck und produzieren Hormone, die für Knochen und Blutbildung wichtig sind.

Versagen die Nieren ihren Dienst, haben wir ein Problem. Besonders häufig geschieht das bei Diabetikern: Bis zu 40 Prozent haben nach 15 bis 20 Jahren einen Nierenschaden infolge der hohen Zuckerspiegel im Blut. Wird die Schädigung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann sie auf Dauer zu einer Nierenschwäche bis zum Nierenversagen führen.

Damit es nicht so weit kommt, ist es wichtig, regelmäßig nach Hinweisen auf einen Nierenschaden zu fahnden.


Test auf Eiweiß im Urin

Am einfachsten geht das mit dem Albumintest. Albumin ist ein spezielles Eiweiß, das im Blut vorkommt.



Albumintest

Mithilfe eines besonders empfindlichen Teststreifens lässt sich nachweisen, ob im Urin mehr Albumin ist, als gesunde Nieren normalerweise durchlassen. Genauer kann der Arzt das Albumin in einer Urinprobe bestimmen.

Ein positiver Test bedeutet nicht automatisch einen Nierenschaden: Auch eine Blasenentzündung oder Sport am Tag vor dem Test können dazu führen, dass Albumin vorübergehend im Urin nachweisbar ist. Erst wenn zwei von drei Proben im Abstand mehrerer Wochen positiv sind, kann man von einer Nephropathie ausgehen.

Noch spezifischer: Die Blutuntersuchung

Experten wie der Nierenspezialist Privatdozent Dr. Carsten Böger von der Universität Regensburg raten, sich nicht auf den Albumintest allein zu verlassen. Einmal im Jahr sollte der Arzt auch die Nierenleistung durch Bestimmung des Kreatinins im Blut abschätzen. Denn Diabetiker können auch Nierenschäden entwickeln, ohne dass Albumin im Urin nachweisbar ist.

Kreatinin ist ein Muskelabbauprodukt, das ständig in relativ gleicher Menge ausgeschieden wird. Lässt die Nierenleistung nach, sinkt die Kreatininausscheidung, und der Wert im Blut steigt. Mit speziellen Formeln kann der Arzt oder Apotheker anhand des Kreatininwertes  relativ genau abschätzen, wie gut die Filterfunktion der Nieren ist.

Wird eine Nierenschädigung festgestellt, sollte frühzeitig ein Nierenspezialist (Nephrologe) in die Behandlung eingebunden werden – besonders dann, wenn die Filterfunktion der Nieren nachlässt oder die Eiweißausscheidung rasch zunimmt.


 

Service aus der Apotheke

Immer mehr Apotheken bieten den Service, Urinproben auf Albumin zu untersuchen. Natürlich gibt es auch Teststreifen, mit denen man den Albumintest zur Früherkennung von Nierenschäden selbst machen kann.

Außerdem berät Ihr Apotheker Sie gerne und kompetent in allen Fragen, die die Einnahme von Medikamenten bei eingeschränkter Nierenfunktion betreffen.



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Dr. Christina Corente / Diabetes Ratgeber; 15.03.2011, aktualisiert am 28.03.2011
Bildnachweis: istock/DaveRN, doc-stock GmbH/BSIP

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