Was gegen kalte Füße hilft

Ständig Frostbeulen an den Füßen? Oft helfen schon einfache Tipps. Manchmal steckt aber auch eine Krankheit dahinter. Ein Experte gibt Rat

von Daniela Pichleritsch, aktualisiert am 04.01.2016

Socken gegen Frieren: Menschen mit Diabetes haben oft kalte Füße

Thinkstock/iStockphoto

Für kalte Füße gibt es viele Ursachen. Manchmal spielt dabei auch der Diabetes eine Rolle. So können etwa nach langjährigem Diabetes die Nerven geschädigt sein, was das Gefühl von "kalten Füßen" auslöst, obwohl sie warm sind.

Auch Durchblutungsstörungen oder eine Herzschwäche können zu kalten Füßen führen, wenn diese nicht ausreichend durchblutet werden. Ist keine Krankheit für die kalten Füße verantwortlich, die gezielt behandelt werden kann, helfen oft ein paar einfache Maßnahmen. Etwa eine Fußmassage oder Fußgymnas­tik, zum Beispiel mit den Zehen auf und ab wippen. Hilfreich sind auch kalt-warme Wechselbäder und Güsse oder ein warmes Fußbad.


Fragen Sie den Arzt, welche Anwendung für Sie infrage kommt und worauf Sie achten müssen. So darf etwa bei einem diabetesbedingten Nervenschaden das Wasser (auch in Wärmflaschen!) nicht heißer als 38 Grad sein, sonst besteht die Gefahr, sich unbemerkt zu verbrennen. Tragen Sie an kalten Tagen warme Socken und Schuhe mit dickeren Sohlen, sodass weder Kälte noch Nässe an die Füße gelangen. Nasse Schuhe und Socken sollten Sie rasch wechseln. Wenn Sie nachts kalte Füße haben, ziehen Sie am besten auch im Bett dicke Socken an.


W&B/Privat

 

 

 


Thomas Quast

Diabetologe DDG
Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen



Bildnachweis: W&B/Privat, Thinkstock/iStockphoto

ReadSpeaker

So lassen Sie sich unsere Artikel vorlesen  »

Newsletter: Grüne Taste

Newsletter

Immer gut informiert mit dem kostenlosen Newsletter des Diabetes Ratgeber »

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages