Dass Diabetes "auf die Knochen" gehen und die Entwicklung einer Osteoporose fördern kann, wissen Forscher schon seit längerem. Das gilt sowohl für Typ-1- als auch für Typ-2-Diabetes. Die Gründe sind nicht restlos geklärt. Diskutiert werden unter anderem Störungen des Knochenstoffwechsels infolge von Durchblutungsstörungen, aber auch Effekte des Insulinmangels - denn Insulin senkt nicht nur den Blutzucker, sondern kann als "Wachstumshormon" auch die Knochenstruktur beeinflussen.
Wissenschaftler aus Kanada analysierten jetzt die Krankendaten von 3.518 Menschen mit Diabetes und verglichen sie mit denen von 36.085 Stoffwechselgesunden. Anhand bestimmter Kriterien, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt hat, ermittelten sie, dass das Risiko, innerhalb der nächsten zehn Jahre einen osteoporosebedingten Knochenbruch zu erleiden, bei den Diabetespatienten im Vergleich zu den Nicht-Diabetikern um 61 Prozent erhöht war.
Aus diesem Grund, so die Forscher, sollte die "Zuckerkrankheit" bei der Abschätzung des Knochenbruchrisikos von Osteoporosepatienten als eigenständiger Risikofaktor einbezogen werden.
AB/www.diabetes-ratgeber.net;
29.12.2011
Bildnachweis: W&B/Martina Ibelherr
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