Klassische Risikofaktoren: Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht
Vier Jahre ist das jetzt her. Seit dem Eingriff, bei dem seine Halsschlagader „ausgeputzt“ wurde, wie Jochen E. erzählt, geht es ihm gut. Dafür, dass es so bleibt, tut er einiges: „Ich habe aufgehört zu rauchen, fast elf Kilo abgenommen, und meine Blutdrucktabletten, die nehme ich jetzt auch regelmäßig!“
Für Professor Diethelm Tschöpe, Internist und Direktor des Herz- und Diabeteszentrums NRW in Bad Oeynhausen, ist E. ein „typischer Fall“. Einerseits. Denn der Mann hat Diabetes, Bluthochdruck, war starker Raucher und übergewichtig. „Das sind die klassischen Risikofaktoren für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt“, so Tschöpe. Schon Diabetes alleine kann die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall vervierfachen. Kommt ein ausgeprägter Bluthochdruck dazu, verzehnfacht sich das Risiko sogar. Denn hoher Blutzucker, hoher Blutdruck, Nikotin – all das greift die Gefäße an, fördert Kalkablagerungen und Durchblutungsstörungen.
Ein „untypischer“ Fall ist der Senior für den Arzt jedoch auch – aus anderem Grund: „Nur die wenigsten Betroffenen holen so schnell Hilfe, wenn sich ein Schlaganfall ankündigt“, sagt Tschöpe. „Und das hat oft fatale Folgen.“