Bei Typ-2-Diabetes ist es besonders wichtig, sich regelmäßig zu bewegen. Denn körperliche Aktivität verbessert die Insulinempfindlichkeit, baut Übergewicht ab und wirkt Bluthochdruck entgegen. Je früher Sie aktiv werden, desto besser! Der Aufwand ist gar nicht so groß: Schon mit dreimal 30 Minuten Training pro Woche können Sie den Diabetes und Ihre Gesundheit positiv beeinflussen.
Doch die Empfehlungen der Fachleute bedeuten für Sie vielleicht eine grundsätzliche Umstellung Ihres gewohnten Lebens. Getreu dem Motto "Sport ist Mord" schrecken Sie vor der Aussicht auf ungewohnte Belastungen zurück und würden Ihren Diabetes eigentlich lieber mit ein paar Tabletten "ruhigstellen".
Vom Sportmuffel zum Sportsfreund
Umso wichtiger ist es, dass Sie sich als Neueinsteiger einen Sport aussuchen, der Ihnen Spaß macht und ein Pensum, das Sie nicht überfordert. Denn nur, wenn Sie Spaß haben, werden Sie auf Dauer dabei bleiben. Sie haben nichts davon, ein paar Monate motiviert und aktiv zu sein, wenn Sie danach in Ihre alten Gewohnheiten zurückfallen. Die positiven Effekte des Trainings würden schnell wieder verlorengehen.
Um den inneren Schweinehund auszutricksen, kann es helfen, sich einer Sportgruppe anzuschließen. Mit Gleichgesinnten macht Sport besonders viel Spaß. In der Gruppe kann man neue Kontakte knüpfen, Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig motivieren.
Wenn Sie lange Zeit körperlich nichts gemacht haben, sollten Sie sich unbedingt vom Arzt durchchecken lassen, bevor Sie loslegen. Gerade bei älteren Diabetikern können Herz-Kreislauf-Erkrankungen der Belastung Grenzen setzen.
Natürlich sollten Sie Ihrer Gesundheit zuliebe auch genau über die Auswirkungen von Sport auf den Blutzuckerspiegel Bescheid wissen, bevor Sie loslegen. Dies gilt insbesondere für mit Tabletten und Insulin behandelte Diabetiker. Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem Arzt, denn sie müssen ihre Medikamentendosis vor oder nach dem Sport gegebenenfalls verringern, damit es nicht zu einer Unterzuckerung kommt.
www.diabetes-ratgeber.net / Diabetes Ratgeber / Fachliche Beratung: Dr. Sascha Härtel, Institut für Sport und Sportwissenschaft am Karlsruher Institut für Technologie (KIT);
26.08.2009, aktualisiert am 15.07.2011
Bildnachweis: W&B/Jan Greune
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