Bewegung:
Jonglieren lernen online

Das Werfen der Bälle fördert Körper und Geist. Unser Video mit einer Kurzanleitung zeigt, wie es geht

Ganz schön gesund: Jonglieren fördert Konzentration und Reaktionsvermögen

Jonglieren? Dafür bin ich doch sicher schon zu alt“, denken Sie vielleicht. Zugegeben, das souveräne Durch-die-Luft-Wirbeln von drei oder mehr Bällen fordert gewisse akrobatische Fertigkeiten. Doch die lassen sich lernen. „Der Knackpunkt ist dabei nicht das Alter, sondern das Durchhaltevermögen“, sagt Philip Nicolai vom Dachverband Europäischer Jongleure (EJA).

 

Ob Sie zwei Tage oder drei Wochen brauchen, um eine einfache „Kaskade“ – so heißen die Grundmuster beim Jonglieren – zu lernen, spielt keine Rolle. Wichtig ist vor allem regelmäßige Übung. Doch die zahlt sich aus. Denn Jonglieren hat nicht nur einen hohen Spaßfaktor, es wartet auch mit einer ganzen Reihe gesundheitlicher Vorteile auf. Und zwar nicht nur in Sachen Konzentration und Beweglichkeit: Jonglieren fördert unter anderem die Reaktionsschnelligkeit und den Gleichgewichtssinn, regt den Kreislauf an und schult die sensorischen Fähigkeiten.

Video: Eine Kurzanleitung, um das Jonglieren mit drei Bällen zu lernen.

 


Ganz nebenbei ist Jonglieren auch noch ein wunderbares Training für die Gehirnzellen. Forscher der Universität Hamburg-Eppendorf konnten erst vor Kurzem nachweisen, dass bei Testpersonen, die Jonglieren lernten und drei Monate lang jeden Tag übten, bestimmte Hirnbereiche, die für die Wahrnehmung von Bewegungen und Lernen zuständig sind, deutlich größer wurden.

 

Bevor Sie jetzt Appetit bekommen haben und mit dem Jonglieren loslegen wollen, brauchen Sie aber erstmal drei Bälle. Spezielle Jonglierbälle eignen sich am besten, denn sie rollen beim Herunterfallen nicht gleich weg – im Gegensatz zu einem Tennis- oder Golfball. Drei einfache Jonglierbälle bekommen Sie zum Beispiel im Spielwarenladen oder im Kaufhaus für unter zehn Euro. „Alternativ können Sie auch einen Luftballon mit Sand füllen und zuknoten“, sagt Jongleur Philip Nicolai.

 

Wichtig: Geben Sie nicht gleich auf, wenn die Bälle anfangs immer wieder herunterfallen – und bleiben Sie geduldig. Ein häufiger Anfängerfehler ist es, zu schnell zum nächsten Schritt überzugehen (siehe oben). Achten Sie auch darauf, den Ball nicht zu weit nach vorne oder schräg zu werfen. Ansonsten gibt es keine strengen Regeln. „Erlaubt ist, was Spaß macht“, sagt Nicolai. Also: Bleiben Sie am Ball!