Moderate Jogger leben länger

Laufen ist gesund. Doch welches Pensum wirkt sich am günstigsten auf die Lebenserwartung aus? Dänische Forscher gingen dieser Frage nach

von Stephan Soutschek, aktualisiert am 20.04.2015

Laufen: Wer es nicht übertreibt, profitiert am meisten davon

Fotolia/Arthur Hidden

Wer seiner Gesundheit zuliebe mit dem Laufen anfangen möchte, muss nicht gleich zum Marathonläufer werden. Möglicherweise sollte er das auch gar nicht. In einer dänischen Untersuchung wiesen moderate Jogger die geringste Sterberate auf – und schnitten damit sogar besser ab als exzessive Läufer.

Im Zuge der Copenhagen City Heart Study hatten dänische Wissenschaftler um Peter Schnohr vom Frederiksberg Hospital in Kopenhagen 1098 gesunde Jogger und 3950 gesunde Nichtjogger seit 2001 beobachtet. Die Teilnehmer gaben den Forschern darüber Auskunft, wie oft, wie lange und in welchem Tempo sie wöchentlich liefen.


Studie: Leichte und moderate Läufer im Vorteil

Im Vergleich zu Nicht-Joggern wiesen die Läufer die niedrigste Sterberate auf, die eine bis maximal zweieinhalb Stunden pro Woche aktiv waren. Bezogen auf die Häufigkeit war es laut den dänischen Forschern am günstigsten, sich zwei- bis dreimal die Woche die Laufschuhe anzuziehen. Wer langsam joggte, war gegenüber schnelleren Läufern ebenfalls im Vorteil.

Die Wissenschaftler schlussfolgern deshalb, dass sich leichtes und moderates Joggen am positivsten auf die Lebenserwartung auswirkt. Wer hingegen sportlich inaktiv ist oder es damit übertreibt, schnitt in der Studie schlechter ab.

Diabetes: Vor dem Sport zum Arzt

Wer Diabetes hat und mit Sport beginnen möchte, sollte vorab mit seinem Arzt abklären, welches Pensum für ihn empfehlenswert ist. Denn bei der Zuckerkrankheit sind oft schon unbemerkt Schäden an den Gefäßen entstanden, die bei Überanstrengung im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt auslösen können.

Dass Joggen sich lohnt, zeigt auch eine ältere Veröffentlichung der Kopenhagener Studie aus dem Jahr 2013: Männer können durch Laufen bis zu 6,2 Lebensjahre gewinnen, bei Frauen sind es immerhin 5,6.

Quellen: ScienceDaily, Journal of the American College of Cardiology


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