Im Rahmen einer Unterzuckerung kann es dazu kommen, dass man sich selbst, aber auch andere gefährdet (z.B. wenn ein Diabetiker am Steuer seines Fahrzeugs eine Unterzuckerung entwickelt).
Gehäufte und schwere Hypoglykämien können möglicherweise das Risiko, später eine Demenz zu entwickeln, erhöhen. Die Studienergebnisse hierzu sind aber nicht eindeutig.
Insbesondere für ältere und herzkranke Menschen kann eine ausgeprägte Unterzuckerung gefährlich sein, weil im Rahmen der Gegenregulation des Körpers Stresshormone wie Adrenalin freigesetzt werden. Diese können Puls und Blutdruck erhöhen und damit Komplikationen wie akute Herzrhythmusstörungen oder einen Herzinfarkt auslösen.
Einen Hinweis auf das mögliche Risiko durch Unterzuckerungen geben auch die Ergebnisse der ACCORD -Studie – einer Studie, in der untersucht werden sollte, ob eine besonders intensive Blutzuckersenkung sich im Vergleich zu einer "normalen" Diabetestherapie günstig auf das Risiko von Folgekrankheiten auswirkt. Die Studie wurde im Februar 2008 abgebrochen, weil in der Gruppe der Diabetiker, deren Blutzucker sehr aggressiv gesenkt wurde (z.B. durch Kombination mehrerer Diabetestabletten in hoher Dosis mit Insulin), mehr Todesfälle auftraten. Experten vermuten, dass ein Teil dieser Todesfälle auf schwere Unterzuckerungen zurückgeht.
Grundsätzlich gilt die Faustregel, dass man Blutzuckerwerte unter 60 mg/dl (3,3 mmol/l) in jedem Fall vermeiden sollte.
www.diabetes-ratgeber.net;
25.08.2009, aktualisiert am 26.03.2012
Bildnachweis: W&B/Martin Ley
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