Zuckerkrankheit:
Typ-1-Diabetes

Es gibt verschiedene Arten von Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Beim Typ-1-Diabetes produziert der Körper zu wenig Insulin

Insulin spritzen: Für Typ-1-Diabetiker gehört das zur täglichen Routine

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) kann in verschiedenen Formen auftreten. Beim Diabetes-Typ-1 stellt der Körper zu wenig des blutzuckersenkenden Hormons Insulin her. Insulin wird von bestimmten Zellen in der Bauchspeicheldrüse, den sogenannten Beta-Zellen, produziert. Die Ursache eines Diabetes-Typ-1 ist meist eine Zerstörung dieser Beta-Zellen aufgrund einer fehlgeleiteten Reaktion des Immunsystems.

 

Insulin regt die Zellen zur Aufnahme von Zucker aus dem Blut an und wirkt damit blutzuckersenkend. Die Folge eines Insulinmangels ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel. Zugleich fehlt den Körperzellen Zucker als wichtiger Energielieferant. Daher beginnt der Körper, seine Fettdepots abzubauen, um die zum Leben notwendige Energie zu gewinnen. Dabei entstehen sogenannte Ketonkörper, die zu einer Übersäuerung des Blutes führen können. Der Stoffwechsel gerät durcheinander, was weitreichende Folgen – bis hin zum diabetischen Koma - haben kann.

 

Um ihren Blutzucker im Gleichgewicht zu halten, müssen Diabetiker vom Typ 1 sich Insulin spritzen. Bei der sogenannten "konventionellen Therapie" halten sie sich dabei an feste Dosierungen und müssen danach darauf achten, dass sie zu genau festgelegten Zeiten die richtige Menge an Kohlenhydraten mit den Mahlzeiten zu sich nehmen, um nicht in einen gefährlichen Unterzucker zu fallen. Als Alternative gibt es die sogenannte "intensivierte konventionelle Therapie" bei der die Diabetiker die Insulinmenge anhand ihrer Blutzuckerwerte selbständig anpassen. Das ermöglicht mehr Flexibilität – ist aber auch aufwendiger und macht engmaschigere Blutzuckermessungen sowie häufigere Injektionen nötig.

 

Doch egal welches Therapieregime: Wichtig ist es vor allem, die Blutzuckerwerte gut im Griff zu haben. Denn nur so lassen sich Langzeitfolgen wie Nerven- oder Netzhautschäden vermeiden.