Die diabetische Retinopathie

Schäden der Netzhaut gehören zu den häufigsten Folgeerkrankungen eines Diabetes. Früh erkannt, lassen sich schwere Sehstörungen oft vermeiden
aktualisiert am 18.04.2016

Diabetiker sollten auf ihre Augen gut achtgeben

iStock/mediar

Was ist eine Retinopathie?

Die diabetische Retinopathie ist eine Erkrankung der Netzhaut (Retina) des Auges. Sie ist eine häufige Ursache von Erblindungen. Nach einer Studie aus dem Jahr 2014 hat in Deutschland rund jeder zehnte Typ-2-Diabetiker eine Retinopathie, bei Typ-1-Diabetikern ist es etwa jeder vierte.

Die Retina befindet sich auf der Innenwand des Augapfels. Sie ist zum Sehen unerlässlich: Auf ihr sitzen Millionen von Sehzellen, die eingehende Sinneseindrücke von der Netzhaut an das Gehirn weiterleiten. Die Netzhaut ist durchzogen von zahlreichen kleinen Äderchen, die die Zellen mit Nährstoffen versorgen. Das macht die Netzhaut anfällig für Gefäßschädigungen, die infolge eines Diabetes auftreten können. Risikofaktoren für Netzhautschäden sind vor allem hohe Blutzuckerwerte, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen.

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Je früher der Netzhautschaden erkannt wird, desto besser lässt er sich in der Regel behandeln. Das Tückische an einer Retinopathie: Sie verursacht zunächst keine Beschwerden. Wer Diabetes hat, sollte deshalb einmal jährlich vom Augenarzt seine Sehorgane untersuchen lassen.

Eine weitere Augenkrankheit, die viele ältere Menschen betrifft, ist der graue Star. Für Menschen mit Diabetes ist diese Trübung der Augenlinse aus zwei Gründen von besonderer Bedeutung: Zum einen erkranken sie oft früher daran. Zum anderen kann der Arzt den Zustand der Netzhaut womöglich schlechter beurteilen, wenn die Augenlinse getrübt ist. Mehr zum grauen Star lesen Sie im Beitrag: Grauer Star – Welt im Nebel.

In den folgen Kapiteln erfahren Sie Näheres zu den Ursachen der diabetischen Retinopathie, wie die Erkrankung verläuft, wie Ärzte sie behandeln, was Diabetiker zur Vorsorge tun können.


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